
Dorsten. Es ist keine Fusion. Es ist eine Seelsorgeeinheit. Das ist der entscheidende Unterschied, den die fünf katholischen Kirchengemeinden in Wulfen, Lembeck und Rhade erkämpft haben (das Sonntagsblatt berichtete). Mitte nächsten Jahres wird Dorstens „Nord-Gemeinde“ Realität, die offizielle Gründung ist am 26. Juni 2011.
Mehr als 15.000 Gläubige leben im Norden Dorstens, die sich ab 2011 unter der Formel „So viel Kooperation wie nötig und sinnvoll! So viel Eigenständigkeit wie möglich und sinnvoll!“ zusammenfinden.
Nächster Schritt ist eine Gottesdienstordnung, die bereits im Februar 2011 in Kraft tritt. Hintergrund: Am 6. Februar wird Pfarrer Heinz Bruder in Rhade verabschiedet, am darauffolgenden Wochenende tritt die Neuregelung in Kraft, mit der zwei Priester alle Heiligen Messen eines Wochenendes feiern können.
Dafür werden zwei Gottesdienstbezirke gebildet: „Süd“ mit Herz-Jesu Deuten, St. Barbara Barkenberg und St. Matthäus Wulfen, „Nord“ mit St. Laurentius Lembeck, St. Urbanus Rhade und dem Karmel St. Michael Lembeck.
Drei Priester werden die Seelsorgeeinheit (nach heutigem Stand) betreuen: Alfred Voss als leitender Pfarrer sowie Christian Wölke und Jürgen Zahn. Die Ruheständler Gerd Stenneken und Alois Cremers unterstützen sie. Möglicherweise wird ein weiterer Priester der sogenannten Weltkirche dazu kommen.
Bis zu den regulären Pfarrgemeinderatswahlen 2013 sollen die Pfarrgemeinderäte erhalten bleiben. Sie bilden ein überpfarrliches Gremium, das die Abstimmung zwischen den Gemeinden übernimmt. 2013 können alle Gläubigen in den fünf Pfarreien einen gemeinsamen „Rat der Seelsorgeeinheit“ sowie Gemeinderäte und Kirchenvorstände vor Ort wählen.

