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Schnee und Kälte haben auch den Nikolaus im Griff

Vest. Anders als zum Beispiel in Herten oder Marl-Hüls fanden die Nikolausumzüge in Oer-Erkenschwick und Recklinghausen nicht statt. Anhaltender Schneefall haben die Veranstalter aus Sicherheitsgründen zu diesem Schritt getrieben. Auch wenn das große Verkehrschaos ausblieb, ereigneten sich doch etliche witterungsbedingte – teils schwere – Unfälle, wie in Raesfeld-Erle (mehr dazu weiter unten), wo eine 19-jährige Frau aus Raesfeld und ein 53-jähriger Dorstener schwer verletzt wurden.Weihnachtsfreude pur in Waltrop: Auch hier wurde das Vergnügen durch Matsch und Schnee getrübt, aber der Nikolaus ließ es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr mit dem Löschboot zum Hebewerk zu kommen.In der Nachbarstadt Oer-Erkenschwick hatte die Stadt hingegen den für Sonntagabend geplanten Nikolausumzug und den Nikolausmarkt auf dem Rathausplatz abgesagt. Stadtpressesprecher Peter Rauds bedauerte die Maßnahme, aber der Rathausplatz sei morgens geräumt worden, aber er schneite immer wieder zu und auch das Wasser laufe nicht ab. Weil für den Abend mit sinkenden Temperaturen gerechnet wird, wollte man das Risiko von Unfällen auf einem glatten Rathausplatz nicht eingehen.Auch in Recklinghausen war die Enttäuschung groß. Hier sagte die Werbegemeinschaft den Umzug ab. „Wir haben uns das nicht leicht gemacht“, sagte Geschäftsführer Oliver Kelch, „doch die Gesundheit und Sicherheit der Kinder geht einfach vor.“Winterchaos behindert Eisenbahn-und FlugverkehrDer Winter hat Deutschland und große Teile Europas mit Eis und Schnee bedeckt. Verspätungen im Bahn-und Behinderungen im Straßenverkehr sind an er Tagesordnung Auch im Flugverkehr gab es Verspätungen. In Polen erfroren zehn Menschen; die Zahl der Kältetoten stieg dort auf mindestens 18. Auf den Straßen in Nordrhein-Westfalenereigneten sich am Sonntag im Zeitraum von 4.00 bis 12.00 Uhr, 165 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Hierbei wurden 15 Personen verletzt. Bei den Unfallereignissen entstand ein Gesamtsachschaden von rund 620.000 Euro. In Finnentrop brach ein Zelt auf dem Weihnachtsmarkt unter den Schneemassen zusammen. Ein Feuerwehrmann wurde dabei leicht verletzt. Bei uns im Kreis blieb es dagegen verhältnismäßig ruhig.Der Schnee, der sich bis Sonntagnachmittag auf den Straßen und Gehwegen im Vestischen Kreis zu einer bis zu etwa 15 Zentimeter hohen Schicht anhäufte, führte nicht zu der befürchteten hohen Anzahl an Unfällen.Von einem Verkehrschaos könne keine Rede sein, so die Polizeileitstelle am Nachmitag in Recklinghausen.Schwerverletzte gab es bei einem Frontalunfall (Bild oben) auf vereister Fahrbahn in Raesfeld-Erle, wo es am Samstagabend auf der Rhader Straße krachte. Eine 19-jährige Frau aus Raesfeld war mit ihrem PKW auf gerader Strecke von der Fahrbahn abgekommen, auf den Seitenstreifen geraten und verlor auf schneeglatter Straße die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Auf der Gegenfahrbahn prallte sie mit dem entgegenkommenden Geländewagens eines 53-jährigen Dorsteners zusammen.Der Geländewagen schleuderte auf ein angrenzendes Feld und blieb hier stark beschädigt liegen. Der Wagen der Raesfelderin kam stark deformiert auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Die Fahrerin wurde in dem Unfallwrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit Rettungsgerät befreit werden. Dazu wurde das Dach des Pkws mit der hydraulischen Rettungsschere abgetrennt. Da sich der Unfall kurz vor der Stadtgrenze zu Dorsten ereignete rückten neben den Löschzügen Raesfeld und Erle auch die Dorstener Feuerwehr mit dem Löschzug Rhade und der hauptamtlichen Wache an. Insgesamt waren über 80 Einsatzkräfte im Einsatz.Der Sachschaden liegt bei cirka 8.500 Euro. Die Rhader Straße wurde für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme (bis ca. 22.00 Uhr) gesperrt. Der Bereich der Unfallstelle wurde durch einen Polizeihubschrauber, einen Polizeidiensthund und den Feuerwehrleuten aus beiden Kreisen abgesucht, weil zunächst unklar war, ob sich aus dem PKW der Raesfelderin eine weitere verletzte Person entfernt hatte. Der Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht.Fotos: Bludau

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