
Marl. Am Mittwochmittag kam es in Marl auf einem Bauernhof zu einem Großbrand, bei dem zwei Rinder im Stall verbrannten. Kurz nach 11 Uhr wurde die Marler Feuerwehr von der Kreisleitstelle mit einem Großaufgebot zur Straße In den Orthöfen alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus einer Scheune in den Himmel.

Eine dichte schwarze Rauchsäule stand über dem Bauerhof. In dem brennenden Gebäude waren unter anderem auch viele Rinder untergebracht. Anwohner gelang es gemeinsam mit den Einsatzkräften der Feuerwehr und dem Bauern fast alle Tiere aus den Stallungen zu befreien und auf ein Feld zu treiben. Ein Anwohner wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Notarzt behandelt. Da auch jede Menge Strohballen in der Halle gelagert waren, fand das Feuer genügend Nahrung.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten einen massiven Löschangriff vorgenommen und dafür Wasser aus mehreren Hydranten der Umgebung angezapft. Teilweise mussten die Hydranten unter dem Schnee erst gesucht und dann vom Eis befreit werden. Nach gut einer Stunde bekamen sie Brand unter Kontrolle. Eine weitere Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden. Zur Brandursache gibt es bisher keine Erkenntnisse. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Rund 100 Feuerwehrleute aus den Löschzügen Lenkerbeck, Alt-Marl, Polsum, Hamm und von der Hauptwache waren im Einsatz. Mit einer Maschinenpistole versuchte die Polizei zwei stark verbrannte Rinder im Stall von ihren Qualen zu erlösen. Anschließend schläferten Veterinäre die Tiere ein.

Fotos: Bludau

