Recklinghausen. Leicht wird es nicht. Das wurde bei einem Ortstermin des Hochbauamtes mit Vertretern der Grünen, FDP und CDU am Städtischen Saalbau deutlich. „Der Abriss stellt uns vor eine technische Herausforderung“, machte Lothar Langenkamp von der Hochbauverwaltung deutlich. Denn das Gebäude stützt mit der hinteren Außenwand den Hang zur Cäcilienhöhe. „Wenn wir das abreißen, kommt uns der Hang entgegen“, erläuterte Herbert Wautmann ergänzend. „Eine entsprechende Konstruktion, mit der der Hang abgestützt werden müsste, würde sicherlich über 100.000 Euro kosten. Das ist nicht wirtschaftlich und kommt deshalb nicht in Frage.“
Erschwert wird die Lage dadurch, dass hinter dem Saalbau noch eine Luftschutzbunker-Anlage steht, die nicht der Stadt gehört, sondern unter Verwaltung des Bundes steht.
Städtebaulich soll ein vernünftiges Konzept entstehen. Hierfür hat Bürgermeister Wolfgang Pantförder eine Arbeitsgruppe gebildet. Doch klar ist: Es wird ein Investor benötigt. Und hier stellen sich die Verantwortlichen idealerweise ein Konzept aus einem Guss vor, der den Abriss, das Abfangen des Hangs und die Neubebauung der insgesamt 3288 Quadratmeter beinhaltet. Benno Portmann (CDU) könnte sich eine hochwertige Wohnbebauung vorstellen.
Fest steht bereits jetzt: Vor 2012 werden die Bagger kaum rollen können.

