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Erdfall: Plötzlich rutscht die Erde weg

Vest. Plötzlich rutscht die Erde weg und ein riesiger Krater tut sich auf. Ist das, was die Bürger in Schmalkalden (Thüringen) in Schrecken versetzte, auch bei uns möglich? Theoretisch ja, sagt die Uni Münster, und tatsächlich hat es vor 97 Jahren einen der größten Erdfälle Mitteleuropas im Münsterland gegeben.Am 14. April 1913 entstand nordwestlich von Ibbenbüren innerhalb weniger Stunden ein See von rund 300 Metern Durchmesser und über 15 Meter Tiefe. Er ist heute Teil des Naturschutzgebietes Heiliges Meer im Kreis Steinfurt und ein bedeutendes Geotop.Lösungsfähiges Gestein und ausreichend Grundwasser sind die Voraussetzung für einen Erdfall. Das erklärt Heinrich Bahlburg, Professor für Exogene Geologie und Sedimentologie am Geologisch-Paläontologischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. „Durch den Kontakt mit dem Wasser löst sich das Gestein auf – es entstehen Hohlräume.“ Das Münsterland sei unterlagert von Kalkstein. Theoretisch sei daher ein Erdfall denkbar. Aber die Erfahrungswerte zeigten anderes, so der Experte.Über mögliche Gefährdungen, die vom geologischen oder von dem durch den Bergbau veränderten Untergrund ausgehen, können sich Bürger übrigens über HYPERLINK „www.gdu.nrw.de“ http://www.gdu.nrw.de kostenfrei informieren. Weitere Informieren gibt es gegen Gebühr. „Sogar grundstücksbezogene Anfragen sind möglich“, so Henscheid.

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