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Vest. Der Kreis Recklinghausen kommt aus der Serie schlechter Prognosen nicht heraus. Das viel gebeutelte Ruhrgebiet kann immerhin auf eine erfreuliche Schülerentwicklung in den nächsten zehn Jahren hoffen, der Kreis jedoch nicht. Die Schülerzahl wird von 2009 bis 2019 um 22,9 Prozent zurückgehen, sagt eine neue Statistik des Landesamtes.
Während im Ruhrgebiet der Rückgang meist unter 15 Prozent liegt und Düsseldorf, Köln und Bonn sogar Zuwächse erwarten, muss beispielsweise der Kreis Coesfeld sogar mit einem Rückgang von über 25 Prozent rechnen.
Für die Schulen des Kreises bedeutet die negative Entwicklung, dass die Zahlen von 71.077 (im Jahr 2009) auf 54.788 im Jahr 2019 sinken werden.
Der Trend geht übrigens zu einem höheren Schulabschluss, so die Prognose des Landesamtes. Während in diesem Jahr 3 Prozent der Schulabgänger (insgesamt 6.949) ohne Hauptschulabschluss sind, sollen es in zehn Jahren nur noch 2,8 Prozent sein. Ein Rückgang wird auch bei Hauptschulabschlüssen (von 17,6 auf 15,4 Prozent) und bei der Fachoberschulreife (43,5 auf 42,9 Prozent) erwartet. Zuwächse dagegen bei der Fachhochschulreife (3,2 auf 3,7 Prozent) und bei der Hochschulreife sogar von 32,7 auf 35,1 Prozent.
Die Konsequenz aus der Entwicklung: Kleinere Klassen und mehr Schulverbünde. Wie die Zukunft der Hauptschule aussieht, ist allerdings noch in der Diskussion.

