
Vest. Für viele Kinder im Kreisgebiet beginnt demnächst ein neuer Lebensabschnitt: sie werden Schüler. Doch die Erstklässler sind nicht nur Schul-, sondern auch Verkehrsanfänger. Die Sicherheit sollte bei der Wahl der Strecke an erster Stelle stehen. Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der bessere. Kleine Umwege bringen oft einen Sicherheitsgewinn. Wichtig ist, dass Kinder möglichst wenig Ausfahrten und Straßen überqueren müssen. Sie werden häufig übersehen, wenn sie zwischen geparkten Autos auf die Fahrbahn gehen. Einen großen Schutz bieten Ampeln. Aber auch da müssen Kinder trainieren, sich richtig zu verhalten. So sollten sie lernen, bei Grün nach links und rechts zu schauen, um sicher zu sein, dass die Autos wirklich anhalten.
Doch jedes achte Kind in NRW läuft nicht zur Schule, sondern wird von seinen Eltern mit dem Auto gefahren. Dies ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Allerdings sollten Eltern darauf möglichst verzichten. “Es ist wichtig, den Kleinen zu ermöglichen, ihre Umwelt bewusst wahr zu nehmen. Nur so können sie Sicherheit und Selbständigkeit im Verkehr trainieren”, erklärt Beate Hanak, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem mache der morgendliche Fußweg wach und fit fürs Lernen. Wenn wirklich nur die Fahrt mit dem Auto übrig bleibt, sollten die Kleinen ausschließlich angeschnallt und in zugelassenen Kindersitzen befördert werden. Auch sollten Kinder immer nur zur Gehwegseite aussteigen. “Alternativ könnten die Eltern ihren Nachwuchs nicht direkt vor der Schule sondern bereits einige Straßen früher absetzen. Dann kann das Kind zumindest ein kurzes Stück zu Fuß gehen und so das Verhalten im Straßenverkehr üben”, so Hanak.

