
Oer-Erkenschwick (gal). Händler und Marktbesucher können aufatmen: die Zeiten der Pixie-Toiletten auf dem Hünenplatz sind vorbei, denn jetzt ist die neue Toilettenanlage samt Kiosk fertig gestellt.
Die alte Toilette hatte sich im Keller befunden und war von daher nicht zugänglich für Behinderte. Das sollte geändert werden. Da das Gebäude einschließlich Kiosk aus dem Jahr 1950 stammte, war es insgesamt so marode geworden, dass sich eine Renovierung nicht lohnte. Deshalb entschloss sich die Stadt für einen Komplettabriss und Neubau.
Der Kostenvoranschlag betrug 220.000 Euro. Da allerdings bei der Erneuerung der Kanal- und Energieversorgungsanschlüsse mehr zu tun war als ursprünglich geplant, erhöhten sich die Kosten auf 270.000 Euro. Finanziert wurde der Komplex über das Konjunkturpaket II vom Land und dem Bund.
Im neuen Kiosk sind sowohl innen als auch draußen je ein paar Tische und Stühle aufgestellt, so dass die Kunden ihren Kaffee samt belegten Brötchen bequemer als früher genießen können.
Bass erstaunt war der Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung, Rolf Espeter, als er einen Anruf von einem Landesbediensteten aus Düsseldorf erhielt. Dieser ist zur Zeit mit der Planung eines ähnlichen Projektes für Schloss Brühl beschäftigt. Im Zug hatte er zufällig ein Gespräch mit angehört, bei dem ein Oer-Erkenschwicker von dem neuen Gebäude in der Stimbergstadt geschwärmt hatte. Da der Kostenvoranschlag für den Komplex in Schloss Brühl bei 500.000 Euro liegt, könnte es sein, dass Kiosk und Toilette auf dem Hünenplatz dort zum Vorbild werden.

