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Auch Reiter wünschen sich bessere Wege

Vest. Das Münsterland als Reiterland, das ist längst ein Begriff. Aber auch die Grenzregion, der Kreis Recklinghausen, ist außerordentlich stark bei Reitern beliebt und baut sein Reitwegenetz kräftig aus. 60 Prozent der Mittel der Bezirksregierung fließen in den Kreis Recklinghausen. Und die Reiter wünschen sich noch mehr Verbesserungen.

Marls CDU-Vorsitzende Anke Ronge, in diesem politischen Amt noch nicht lange „im Sattel“, schwang sich jetzt aber in selbigen, um sich vor Ort vom Pferd aus einen Überblick zu verschaffen und den Klagen über Zustand und Verlauf der Reitwege im Kreis nachzugehen.

Die Klagen seien berechtigt, so ihre Bilanz, sie will sich für eine Verbesserung der Situation einsetzen.

Dabei sind seit 2002 fast 300.000 Euro in die Reitwege des Kreises geflossen (genau genommen seit 2003, denn 2002 gab es gar keinen Antrag). Allein im letzten Jahr waren es mehr als 76.000 Euro.

Das weitaus meiste Geld floss nach Haltern, fast immer geht es um Instandsetzung, gelegentlich um den Neubau, die Verbindung von Reitwege oder um die (recht preiswerte) Reitwegekennzeichen. Der Provinzialverband, der Regionalverband Ruhr, der Kreis und die Stadt Haltern haben die Anträge gestellt.

Verwaltet wird das Geld von der Bezirksregierung, die im Dezernat Landschaftsschutz eine eigene „Reitwegebeauftragte“ hat (Google kennt das Wort nicht und schlägt „Radwegebeauftragte“ vor).

Das Geld kommt durch die Vergabe von Reitkennzeichen zusammen: Jedes Pferd, das außerhalb seiner Stallungen/Weiden bewegt wird, benötigt ein Reitkennzeichen, um im Falle eines Unfalls eindeutig identifiziert zu werden. Das kostet im Jahr 25 Euro (für gewerbliche Reiterhöfe 75 Euro) sowie eine Verwaltungsgebühr von 13.50 Euro.

Um das Geld wieder ausgeben zu können, ist die Bezirksregierung auf Anträge angewiesen. Die Fallen im Laufe der Jahre aber sehr unterschiedlich aus und so schwanken die Ausgaben ganz erheblich.

Die CDU will sich nun mit den Förstern und den Reitvereinen in Verbindung setzen, „um deren Einschätzung bezüglich der Reitwege zu erfahren“. Vorschlag für die Verwaltung: Sie solle sich um die Erstellung einer Reitwegekarte für die Region kümmern und Wege suchen, um diese dann an die Reiter zu bringen. „Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, empfiehlt die CDU Marl eine interkommunale Zusammenarbeit mit mindestens drei angrenzenden Städten.“

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