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Vor der Fusion kommt erst einmal die Seelsorge

Dorsten. Die umstrittenen Kirchenfusionen in Dorsten haben erst einmal eine zeitliche Entspannung erhalten. Die eine mehr (Dorsten-Nord), die andere weniger (Dorsten-Mitte). In den Gemeinden wurde am Sonntag ein Brief von Bischof Dr. Felix Genn verlesen, der die aktuelle Diskussion beenden soll.

Die (Zwischen-)Lösung heißt „Seelsorge-Einheit“. Für eine Übergangszeit von drei bis fünf Jahren soll eine seine Einheit für die die fünf Pfarrgemeinden St. Antonius, St. Bonifatius, St. Marien, St. Josef und St. Paulus gebildet werden, die Pfarreien bleiben bestehen. Die Konstruktion „soll eine Möglichkeit sein, miteinander vertrauter zu werden und sich abzustimmen“, schreibt der Bischof aus Münster. Aber: „Eine Zusammenlegung der Pfarreien muss in drei bis fünf Jahren erfolgen.“ Über Einzelheiten und die konkrete Umsetzung soll der neue Weihbischof Dieter Geerlings, der in einigen Wochen die Nachfolge des verstorbenen Josef Voß antritt, Gespräche führen.

Für die Pfarrgemeinden Holsterhauswn und Hervest sind Pfarrer Dr. Carsten Roerger und Pfarrer Lars Hofmann zuständig, dazu kommt Pfarrer Franz Josef Wiebringhaus (die sich nach seiner heftigen Kritik zur Gemeindefusion vor die Tür gesetzt sah) und Pfarrer Manuel Poonat. Beide verstärken als „Vicarius Cooperator“ (Vicarius = Stellvertreter) das Team.

Auch in Dorsten-Nord (Wulfen, Barkenberg, Deuten, Lembeck, Rhade) wird es mit Seelsorgeeinheiten weiter gehen. Aber hierzu schreibt der Bischof lediglich: „Dies kann eine Zeit sein, in der die Gemeinden sich weiter kennen lernen, um auf ein Zusammenwachsen hinzuarbeiten.“ Ein Zeitziel ist nicht genannt. Es sei sein großes Anliegen, „die Seelsorge zukunftsfähig zu gestalten. Dies gilt sowohl im Blick auf die Zahl der Katholiken in einzelnen Gemeinden als auch auf die Zahl derer, die die sonntägliche Eucharistie mitfeiern.“

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