Dorsten. Vor vier Monaten strahlten die Eltern auf der Hardt noch vor Zufriedenheit: Bürgermeister Lambert Lütkenhorst hatte den Erhalt der Agathaschule II für die nächsten vier Jahre zugesagt. Nur eines könnte diese noch kippen: Wenn es nicht genügend Anmeldungen gebe. Und genau dieses ist jetzt eingetreten.
Es liegen für die Agathaschule insgesamt 59 Anmeldungen vor, gebraucht werden aber 64, um insgesamt drei Klasen zu bilden. Eine davon käme dann an die Agathaschule II in der Hardt. Fünf Anmeldungen zu wenig – daran werde die Genehmigung bei den Aufsichtsbehörden scheitern, stellt die Stadtverwaltung klar.
Die fehlenden Anmeldungen seien die Spätfolge der Verunsicherungen zu Jahresbeginn, beklagen die Eltern. Damals sei der Verdacht aufgekommen, die Schule werde als Folge sinkender Schülerzahlen aufgegeben. Deshalb seien Eltern verunsichert gewesen und acht Kinder seien wieder abgemeldet worden. Zu spät habe der Bürgermeister am 22. Februar Klarheit geschaffen, die Stadt habe durch Unklarheiten und Widersprüche die nun drohende Schließung wesentlich mit verursacht, schreibt der Ortsausschuss der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus.
Inzwischen ist die Schulentwicklungsplanung für die ganze Stadt in der Diskussion, ein eigens dafür gegründeter Arbeitskreis kam zum zweiten Mal zusammen, in dieser Woche soll es ein Informationsgespräch mit allen Grundschulleitern geben. Der Schulausschuss wird sich mit dem Thema auf seiner Sitzung am 24. Juni befassen.

