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Toter erst nach zwei Monaten entdeckt

Recklinghausen. Unfassbar – da liegt ein Toter seit mehr als zwei Monaten in seiner Wohnung, die Nachbarn beschweren sich über Gestank bei Vermieter, Polizei und Kreisgesundheitsamt und nichts passiert. Erst vergangene Woche wurde die Leiche des 60-Jährigen in seiner Wohnung Im Romberg geborgen. Zwar hatte im März eine Mitarbeiterin dem Recklinghäuser einen Besuch abstatten wollen. Mit einer Leiter hatte sie auch in die Wohnung des Mannes gespäht. Da der Tote allerdings unter einem Tisch lag, konnte sie in nicht ausmachen.Der Fall ist dem Kreis Recklinghausen schon seit Jahren bekannt. Über den Geruch allein konnten wir die Wohnung nicht aufbrechen lassen, so Pressesprecher Jochem Manz. Der Tote hatte offenbar große Probleme und hat auch teilweise die Angebote des sozialpsychiatrischen Dienstes angenommen – teilweise aber eben auch nicht. So soll der Tote verdorbene Lebensmittel gehortet, Unrat nicht entsorgt und auf Hygiene in keinster Weise geachtet haben. Da hat es so gestunken, dass der Leichengeruch überdeckt wurde. Das Kreisgesundheitsamt sei davon ausgegangen, dass sich der Mieter gar nicht in seiner Wohnung, sondern bei Freunden oder Bekannten aufgehalten habe. Dennoch sei das Ordnungsamt informiert worden.

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