Schermbeck. Der Ratsbeschluss ist kaum gefasst, da wird er schon in die Tat umgesetzt: Schermbeck bekommt östlich der Maassenstraße einen Solarpark, zweieinhalb Fußballfelder groß. Am Donnerstag war bereits der erste Spatenstich.
Die Investoren Wilhelm und Stephan Küpper sowie Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter zeigten sich zufrieden am Ende eines langen Behördenweges. An der Lohsteige wird ein 600 Kilowatt starker Solarpark errichtet. Und zwar in Rekordzeit, so die Ankündigung. In nur wenigen Wochen sollen zehn Kilometer Gestellschienen verbaut werden, darauf kommen 7794 Dünnschicht-Module, daneben eine Zentralwechselrichter-Station, die den Strom ins öffentliche Netz einspeist. Die Station werde sehr flach verbaut und nach der Fertigstellung im Sommer von grünen Hecken umgeben, so die Investoren. Damit seien sie ins Landschaftsbild integriert.
Das Kraftwerk liefert mehr als 550.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr. Das genügt, um über 800 Schermbecker mit sauberer Energie zu versorgen. Gleichzeitig werden 440.000 Tonnen Treibhausgase jährlich vermieden, rechnet die Hamburger Conergy AG vor, der Hersteller der des Solarparks. Mit dieser Größenordnung steige Schermbeck mit einem Schlag ins Mittelfeld der „Solarabundesliga“ auf.
Wilhelm und Stephan Küpper haben lange für ihr in der Region einmaliges Projekt gekämpft. Sie finanzieren den Park, der auf ihrem Grund und Boden entsteht, komplett in Eigenregie. Dafür benötigten sie neben der Baugenehmigung und dem Finanzierungsplan auch diverse Gutachten und mussten den Gemeinderat und die Anwohner von ihrem Plan überzeugen.

