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Initiative hat den Badespaß zurückgeholt

Marl. Es ist schon ein kleines Wunder: Keine kleine Gruppe badebegeisterter Hülser haben das Freibad in ihrem Ortsteil nach vier Jahren wieder flott gemacht. Nach einem Jahr Arbeit ist am 15. Mai der große Tag, die Eröffnung des 35.000 qm großen Badgeländes. „Wir haben eigentlich alles geschafft“, sagt der Vorsitzende des Freibad Hüls e.V., Dirk Hennig.

Das sah vor einem Jahr, als er den Schlüssel für die städtische Anlage bekam, noch ganz anders aus. Dreckige Brühe in den Becken, geklaute Geländer, grüner Wildwuchs überall, kaputte Fliesen.

Und heute: die Fliesen sind erneuert, die Geländer wurden aus dem stillgelegten Hallenbad übernommen, das Grün ist auf eine gepflegte Größe zurückgeschnitten. Seit Tagen läuft das Wasser ins große Becken, das kleine ist bereits voll.

Zwischen beiden Zuständen lag harte Arbeit. Zum „Schrubbertag“ im August 2009 kamen 250 Helfer, zum „Besentag“ in diesem Jahr 80 und über Ostern war der letzte Großeinsatz. Da wusste der Verein, inzwischen fast 300 Mitglieder stark (wenn man die Familienmitglieder einrechnet), dass er es schafft.

Erfreulich, dass die Verwaltung dem Projekt so wohlwollend gegenüber stand. Glücklicherweise war die Technik 2006 nur in einen großen „Schlaf“ versetzt worden, aus dem sie jetzt kleinere Reparaturen erweckte. Mal stellte die Stadt die nötigen Grünschnitt-Container zur Verfügung, dann assistierte sie mit dem notwendigen Baumaterial und zuletzt sorgte sie dafür, dass der Außenbereich wieder auf Vordermann gebracht wurde.

Auch diese Hilfestellung half, dass alle Kostenschätzungen unterschritten wurden. Erst hatte man mit 130.000 Euro Erneuerungskosten gerechnet. Doch viele Firmen boten Hilfe an und stellten ohne zu zögern Material zur Verfügung. Marler Bürger kamen mit Muskelkraft und handwerklichem Geschick. Seit Monatsbeginn ist ein Bademeister eingestellt – so dass es eigentlich losgehen könnte.

Es hakt aber noch an einer Stelle: Das Gesundheitsamt muss das Bad erst freigeben. Dafür müssen die Becken aber voll Wasser sein. Und das läuft noch einige Tage. Dirk Hennig rechnet damit, dass die Erlaubnis am 14. Mai kommt – und am 15. die Tore geöffnet werden können. Die Eintrittskarten liegen jedenfalls schon bereit.

Eine große Eröffnungsfeier ist nicht geplant. Dafür hatten die Organisatoren noch keine Zeit. Aber das soll nachgeholt werden, verspricht Dirk Hennig. Und dass er seine Zusage einhält, das hat er ja inzwischen hinreichend bewiesen.

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