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Dem Feuerwehrhaus droht nun doch der Abriss

Marl. Auf jeden Fall müsse die Fassade des alten Feuerwehrhauses an der Germanstraße erhalten bleiben. Das war die ultimative Verkaufs-Bedingung der Politik. Das soll jetzt doch nicht gelten, wundert sich der Investor Pro Urban, die hier hinein ein Altenzentrum sowie ergänzende Einrichtungen plant.

Empört berichtete Egbert Möller, Gesellschafter von Pro Urban, dass das Marler Bauamt die Pläne glattweg abgelehnt habe. Problem sei ein zusätzlicher Riegel, der im hinteren Teil angebaut werden soll. Der Alternativ-Vorschlag der Investoren, nämlich einen kompletten Abriss des Gebäudes und einen Neubau habe das Bauamt dagegen für genehmigungsfähig gehalten.

Genau das aber wollen die Marler nicht. Das Grundstück war an die Bauträger-Firma Neotec verkauft worden mit der Bedingung, die Fassade zu erhalten. Die wollte hier eine Handwerkerschule errichten.

Dass Neotec das Grundstück mittlerweile an Pro Urban verkauft hat, ist bislang unbekannt geblieben. Der neue Investor will 6,5 Millionen Euro in das Projekt stecke, am Ende sollen hier 60 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Bedingung, das Gebäude zu erhalten, sei nicht zwingend, so Pro Urban. Man habe sich an die Vorgabe gehalten und bereits mit dem Schützenverein, der nebenan sitzt, eine Vereinbarung über eine langfristige Nutzung erzielt. Sollte der Komplex nun abgerissen werden, dann werde der neue um 30 Prozent größer, das gebe das Baurecht her.

Das Baudezernat wollte zu dem Thema keine Stellung nehmen. Das Presseamt konnte auch nach zwei Tagen noch keine Auskunft geben.

Der Investor wundert sich über das Marler Vorgehen. Er wolle einige 100.000 Euro in den Erhalt des Gebäudes stecken, werde aber zu einem Abriss gezwungen.

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