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1. Mai: Mehr Alkohol und Müll, weniger Probleme

Vest. Es war wieder mal der Tag der Jugend: Tausende feierten in Recklinghausen und Haltern, Hunderte in den anderen Städten des Vestes. Der 1. Mai ist der Stichpunkt für viel Musik, ganz viel Alkohol aber auch reichlich Ärger. Die Polizei war wieder im Großeinsatz, doch ihre Bilanz ist nicht besorgniserregend. Es sei diesmal weniger ereignisreich gewesen als im Vorjahr, so Polizei-Pressesprecher Andreas Weber. Vielleicht spielte da auch das frische Wetter eine Rolle.

Haltern, das sich immer intensiver um den Wirtschaftsfaktor Tourismus kümmert, hat diese Sparte gar nicht im Visier: Jugendliche suchten den Westuferpark (700) und den Silbersee II (2500) auf. Sie wollten Spaß mit wummernden Disco-Bässen und einer dicken Lage Bier. Die Begleiterscheinungen: Zerstörte Vorgärten, Müll, urinierende Jugendliche, zerkratzte Autos, Handgreiflichkeiten. „Keine besonderen Vorkommnisse“, zog die Polizei Bilanz, weniger als im Vorjahr.

In Recklinghausen musste sie sich in erster Linie um Verkehrsprobleme kümmern. Festspiel-Besucher und feiernde Jugendliche auf dem grünen Hügel, das war schon eine Herausforderung. Die Kultur-Interessenten zeigten sich zunehmend irritiert von den jungen Leuten, die trinkend und lautstark die Szene beherrschten.

In Dorsten eroberten rund 300 Jugendliche das Freizeitgelände Maria Lindenhof. Eine friedliche Feier mit viel Alkohol und viel Schmutz, das ist das eher harmlose Fazit der Veranstaltung.

Das Problem der alkoholisierten Jugendlichen ist in erste Linie ein Thema für die Städte. Sie kümmern sich auch um Musik-Lautstärken und Veranstaltungs-Ende. Und sie müssen auch wieder dafür sorgen, dass am Ende der Müll von öffentlichen Flächen verschwindet. In Haltern hatte das im vergangenen Jahr für viel Ärger gesorgt, in diesem Jahr dasselbe Bild: Müll ohne Ende.

Aber ohne Krawall. Und deshalb ist das Fazit der Polizei: Es ist ruhiger geworden.

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