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Verdi trickst sich bei Wahlen selbst aus

Vest. Hat sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei den anstehenden Betriebsratswahlen der Vestischen Straßenbahnen selbst ausgetrickst? Obwohl drei Viertel der rund 1000 Mitarbeiter des Nahverkehrsunternehmens bei Verdi organisiert sind, steht diese jetzt nicht zur Wahl.

Anders als in der Vergangenheit hatten sich Verdi (elf Betriebsratsmandate) und die Komba-Gewerkschaft (vier Mandate) nicht auf eine Listenwahl, sondern auf eine Persönlichkeitswahl verständigt: Die Kandidaten sollen direkt gewählt werden.

Doch dann kam es anders. Unmittelbar vor dem Fristende (9. Februar) für die Kandidaten-Vorschläge reichte Verdi doch eine eigene Liste ein. Der Wahlvorstand prüfte und fand zwei Mängel: Die Liste war nicht unterschrieben und es fehlten 50 Unterstützer-Unterschriften.

Weil die Fristen abgelaufen waren, gab es auch keine Möglichkeit mehr, den Fehler zu heilen. Während die Briefwahl bereits läuft, hat Verdi gegen die Entscheidung des Wahlvorstandes die Gerichte angerufen.

Mehrere Versuche des Sonntagsblattes, mit der Recklinghäuser Verdi-Geschäftsführerin Andrea Becker zu sprechen, scheiterten.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserer Printausgabe „Sonntagsblatt im Vest“ am 27. Februar.

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