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Bacchus muss brennen, damit Hoppeditz erwacht

Recklinghausen. „Hoppeditz ist der Gott des Karnevals und wandelt sich während der Session in den Weingott Bacchus“, weiß Patrick Gruner, Präsident der GROREKA (Große Recklinghäuser Karnevalsgesellschaft) zu berichten. Und damit Hoppeditz am 11.11 eines jeden Jahres um 11 Uhr 11 wie „Phönix aus der Asche“ wieder auferstehen kann, müsse Bacchus am Aschermittwoch verbrannt werden.

Dies tat die Groreka schon seit Jahren, doch Reinhard Lackmann, Präsident der Poahlbürger, sagte sich: „Karneval ist doch eine Angelegenheit, bei der vieles gemeinsam gemacht wird. Warum nicht auch die Verbrennung des Weingottes?“ Also bot er Gruner an: Wir bauen im Januar den Bacchus und ihr macht ihn im Februar wieder kaputt. Es kam zu einem präsidialen Einvernehmen und die Altstadtblüten gesellten sich auch noch dazu und so wurde in diesem Jahr erstmals der Abschied von der fünften Jahreszeit von drei Karnevalsgesellschaften gemeinsam zelebriert.

Rund 120 Mitglieder der närrischen Trauergemeinde hatten sich in der Gaststätte „Recklinghäuser“ eingefunden und – von Trommlern begleitet – den Bacchus zum Bistro im Festspielhaus getragen. Ein Zwischenstopp zur Aufnahme flüssiger Wegzehrung wurde im Kolpinghaus gemacht. Für das nächste Jahr will Lackmann einen zweiten Zwischenstopp einführen – die zweite Etappe schien ihm zu lang. Ansonsten war er „mehr als zufrieden, überwältigt von der großen Resonanz“.

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