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Sie wollten die ersten am Brandort sein

Dorsten. Die beiden Wulfener Feuerteufel (18 und 19 Jahre alt) sind zu je zu je 34 Monaten Haft verurteilt worden. Ein halbes Jahr lang waren sie an fast 40 Bränden beteiligt gewesen. Die beiden Feuerwehrmänner wollten damit Anerkennung in ihrem Wulfener Löschzug erreichen: Auf der Liste, wer die meisten Einsätze fährt und wer am schnellsten am Einsatzort ist, wollten sie ganz oben stehen.

Deshalb zündeten sie seit Dezember 2008 immer wieder Strohballen und Container an, aber auch Scheunen in Wulfen, Schermbeck und Altendorf-Ulfkotte (das Sonntagsblatt berichtete). Auf 500.000 Euro schätzten die Verteidiger aus der Marler Kanzlei Benecken den Schaden. Vermutlich werden nun Schadenersatzprozesse auf die jungen Männer zukommen.

Die beiden hätten niemals Menschenleben gefährden wollen, betonten die Verteidiger und plädierten am Ende auf eine Bewährungsstrafe. Sie seien noch unreif, man müsse ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zugestehen.

Das sah Oberstaatsanwalt Hans-Christian Gutjahr anders, er plädierte auf eine 44-monatige Haftstrafe.

Das Dorstener Jugendschöffengericht hielt 34 Monate für angemessen. Die Verteidiger kündigten bereits an, in Berufung gehen zu wollen.

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