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Nach der Aussandung soll kein See zurück bleiben

Haltern. Reiter schätzen die langen Wege, Spaziergänger die Ruhe. Doch das Waldgebiet östlich von Sythen könnte seinen Charakter verlieren: Die Dülmener Westquarz Tecklenborg GmbH will 1,5 Millionen Kubikmeter Quarzsand gewinnen.

Die Abgrabungsfläche gehört zum Ortsteil Lavesum und liegt südlich der Sythener Straße (L 652) zwischen den Anschlussstellen Lavesum der Autobahn A 43 und der Münsterstraße (L551). Die Fläche ist im Privatbesitz, die Abgrabung soll auf einer Fläche von rund 14 Hektar vorgenommen werden.

Doch anders als auf den weiter nördlich liegenden Ausgrabungsflächen soll hier eine Trockengrabung erfolgen – also kein See entstehen. Das Gelände liegt 65 bis 75 Meter über Normalnull, das Grundwasser steht zwischen 47 und 50 Meter. Abgebaut werden soll 14 bis 21 Meter tief, zum Grundwasser will man mindestens zwei Meter Abstand halten.

Das Abbaumaterial würde durch eine mobile Trockensiebanlage aufbereitet, durch Radlader auf Lkw verladen und direkt abtransportiert. Die Lkw fahren über die Sythener Straße in Richtung Autobahn oder in Richtung Münsterstraße.

Abbauen will man täglich 350 Tonnen, das macht zwölf Lkw. In Ausnahmefällen können es auch bis zu 1000 Tonnen sein – das macht dann 40 Fahrzeuge. Die Verwaltung hat bereits nachgefragt, zu welchen Zeiten gearbeitet wird.

Der erste Schritt für einen künftigen Abbau ist bereits getan: es gab einen Behördentermin, bei dem die Problembereiche angesprochen wurden: Geht die Abgrabungsfläche tatsächlich bis unmittelbar an die L 652? Welche Staub/Lärm-Belästigung wirkt sich bis zur Wohnbebauung (im Westen) und dem Campingplatz beim Drügen Pütt (im Osten) aus? Was ist mit den Wirtschaftswegen, den Wanderwegen, dem Reitwegenetz?

Und was passiert nach dem Abbau? Vorgesehen ist eine Wiederverfüllung mit unbedenklichem Material und eine Rekultivierung.

Doch bis dahin ist es noch ein ganzes Stück. Die Genehmigung ist noch gar nicht erteilt. Und anschließend soll 20 Jahre abgebaut werden.

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