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Nach zehn Cent bücken und zehn Euro verlieren

Schermbeck. Kann man in der Gemeinde Geschäfte auf Kosten der Allgemeinheit machen? Die Grünen haben verlangt, dass die Gemeinde Nutzungsentgelte für öffentliche Flächen erhebt. Bislang sah die Gemeinde keinen Handlungsbedarf. Aber vielleicht muss ja doch ein wenig nachgearbeitet werden.

Vor fünf Jahren hatte der Gemeinderat beschlossen, dass nicht gewinnorientierte Organisationen wie Werbegemeinschaften und Vereine lediglich Strom und Wasser bezahlen. Die anderen bekommen eine Rechnung.

Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter verweist nun darauf, dass eine Nutzung der Mittelstraße durch die dortigen Geschäfte gar nicht möglich sei. Dafür sei die Straße zu eng. Man könne lediglich über eine Neuregelung des Rathaus-Platzes nachdenken.

Wenngleich das Argument eines Veranstalters auch nicht von der Hand zu weisen sei: Die Gemeinde bücke sich nach zehn Cent und verliere dabei zehn Euro. Kommerzieller Nutzen, so der Bürgermeister, sei nicht der einzige Maßstab. Man müsse auch darüber nachdenken, welchen Vorteil die Gemeinde von so einer Veranstaltung habe.

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