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Malerei trifft Fotografie – spannende Begegnung

Datteln. Das Anfang 2000 begonnene Projekt „Malerei trifft Fotografie – Fotografie trifft Malerei“ geht in die fünfte Runde: Die Ausstellung „Begegnung V“ wird morgen um 11 Uhr im Dattelner St.-Vincenz-Krankenhaus eröffnet und dort bis zum 28. März zu sehen sein – als Kooperation zwischen Hermann-Grochtmann-Museum und St.-Vincenz-Krankenhaus.

Diese ungewöhnliche künstlerische Zusammenarbeit lebt davon, dass die Malerin Heidrun Mottyll aus Herne und die beiden Hertener Fotografen Birgit und Dr. Rainer Lange sich jeweils ein Werk des anderen Genres aussuchen („Vorbild“) und es in der ihnen vertrauten Technik in eine eigene Arbeit („Abbild“) umsetzen. Vier Ausstellungen an unterschiedlichen Orten haben die Künstler mit diesem Projekt bislang bestritten. Mit der Ausstellung im St.-Vincenz-Krankenhaus folgt nunmehr die fünfte Präsentation mit wiederum neuen Werken.

In der ersten Phase des Projekts überwogen noch die Werke, die sich eng an das „Vorbild“ anlehnten. Die aktuelle Zusammenarbeit kennzeichnet eine größere künstlerische Freiheit: Es geht immer weniger darum, das „Vorbild“ nachzuahmen.

Vielmehr steht bei den Künstlern immer mehr im Mittelpunkt, durch Inspiration des „Vorbilds“ zu einer eigenen freien Interpretation zu gelangen. Dabei darf natürlich der Zusammenhang, die Klammer zum „Vorbild“ für den Betrachter nicht verloren gehen.

Während in der Fotografie das Objekt einen Bestandteil des Wirklichen darstellt,

dessen Beschaffenheit es mittels Ausschnitt, Perspektive, Technik etc. zu befragen gilt, ist es das Ziel von Heidrun Mottyll, die elementaren Substanzen der Objekte „freizulegen“ und sie ästhetisch zu nutzen. Ihr geht es darum, zwischen der fotografischen Wirklichkeit und der Malerei eine stete Zwiesprache zu entwickeln, die aber weder zulasten des einen noch des anderen Mediums geht; zwischen „Vorbild“ Foto und gemaltem Bild wird daher so oft wie möglich gewechselt.

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