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Marl ist auf der Suche nach einer Mitte

Marl. Dass Marls Mitte keine „wirkliche“ Mitte ist, das ist seit Jahren klar. Der neue Bürgermeister Werner Arndt macht sich daran, alte Änderungs-Überlegungen noch einmal aufzubrechen, beschlossene Pläne wieder zu kippen. Auf und um den Rathaus-Vorplatz könnte sich vieles ändern.

Die Verwaltung prüft zurzeit, wie Marl wieder aus dem schon abgeschlossenen Wettbewerb kommt. Im Juni 2009 hatte es einen Sieger gegeben, der den Creiler Platz im Grunde in seiner Struktur erhielt. Umbaukosten: zwei Millionen Euro.

Die mittlerweile angestoßene Platz-Diskussion wirft auch die Frage auf, ob vielleicht Busse den Platz queren. Oder ob die Josefa-Lazuga-Straße als Einbahnstraße geöffnet werden könnte.

Was wird eigentlich aus dem beschlossenen Erweiterungsbau des Skulpturenmuseums? „In den nächsten zwei oder drei Jahren nichts“, ist sich Bürgermeister Arndt sicher. Was danach komme, das müsse man noch diskutieren. Vielleicht kommt der Anbau gar nicht, zu dem Sponsoren einen Millionen-Beitrag leisten wollten.

In zweistelliger Millionenhöhe werden auch die Kosten für die Rathaus-Sanierung liegen. Die Stadtverwaltung hat bereits Nachricht bekommen, dass das Rathaus in die Denkmalliste aufgenommen wird. Das kann stolz machen, aber auch Besorgnis auslösen: Wie ist das dann mit der Sanierung, wenn man nichts verändern darf?

Das Problem ist, dass zwar Millionen in den Finanzplänen der Stadt stehen, das Geld für die Sanierung aber tatsächlich gar nicht da ist. Kurzfristig wird nichts passieren, doch die Arbeitsbedingungen im Rathaus sind unerträglich und demotivierend. Bürger können sich gerne davon überzeugen.

Unklar ist noch immer, wie das mit dem Einzug der „Arge“ in einen der beiden Rathaustürme ist. Es gibt derzeit keinen Vertragspartner für das Thema.

Und dann gibt es noch den Bereich „City-Nord“ wie Arndt den Bereich Ex-Hallenbad/frühere August-Döhr-Schule nennt. Kann man das massive Hallenbad noch für Freizeit-Aktivitäten nutzen? Bei Abriss und Grundstücksverkauf bliebe kein Geld für die Stadt übrig.

Derzeit spiele man im Rathaus verschiedene Überlegungen durch, so Arndt: Gewerbliche Freizeiteinrichtung? Arbeiten und Wohnen für Freiberufler? Hochwertiges Wohnen? Die Stadt stehe für Ideen und Investoren am Rande der Stadtmitte offen.

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