Haltern. Der Umweltausschuss wird sich in dieser Woche (21. Januar) mit dem Thema „Sprengstoff im Grundwasser“ befassen. Die SPD hat einen umfangreichen Fragenkatalog erstellt: Kann das Gebiet grundsätzlich saniert werden? Wer trägt die Kosten?
Am Jahresanfang hatte die Kreisverwaltung eine Bewässerung mit dem Grundwasser im Umfeld des Wasag-Geländes untersagt, wo seit rund 100 Jahren Sprengstoff (für den Bergbau wie für den Krieg) hergestellt worden war. Plötzlich waren Werte von krebserregenden Stoffen gemessen worden, die 65.000-mal höher als der Grenzwert lagen.
Die SPD sorgt sich unter anderem um die Bebauungsgebiete Wellenbogen und Elterbreischlag: „Besteht hier die Gefahr, dass verseuchtes Grundwasser in die Kellerräume eintreten kann und eine Vermischung von Schmutz- und Regenwasser erfolgen könnte?“
Bei den Sanierungskosten bringt die SPD die Bundesregierung ins Spiel: Könnte sie zuständig sein, weil es sich um Kriegsfolgelasten handelt?

