Marl. Es war ein Traum für den RAG-Chef: „Je kälter das Wetter, um besser für den Kohleabsatz“, erklärte Bernd Tönjes, der Gastredner auf dem CDU-Neujahrsempfang im Marler Rathaus. Trotz des Schnee-Wetters waren wieder Hunderte von Gästen gekommen, die die neue CDU-Vorsitzende Anke Ronge begrüßen konnte.
Tönjes, der seit 23 Jahren in Marl wohnt, sieht nach einem vorübergehenden Tief im ersten Halbjahr 2009 wieder hoffnungsvoll in die Zukunft – auch wenn diese für die RAG schon 2018 zu Ende sein könnte (wenn es bei der politischen Beschlusslage des Landes bleibt).
Bernd Tönjes zeigte aber auch die vielfältigen Verflechtungen von Kultur und Kohle auf: Ruhrfestspiele und denkmalgeschützte Siedlungen, Freizeit-Halden und Bergbaumuseum. Und zwischen Bergbau und Kirche gebe er Parallelen: Beide hätten einen Strukturwandel durchzumachen und beide hätten starke Männer an der Spitze: Tönjes bei der RAG, Franz-Josef Overbeck als Ruhrbischof. Und beide kommen aus Marl.
Die CDU-Vorsitzende Anke Ronge sah die Hoffnung, dass die Talfahrt der Stadt zu Ende sei. Mit Wachstum und Bildung wolle man die Krise überwinden. Marl brauche ein Marketingkonzept und die Wirtschaftsförderung ein Kompetenz-Team erneuerte sie alte CDU-Forderungen.

