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Millionen-Umsatz mit Indien-Viagra

Haltern. Viagra lohnt sich! Ob es bei den Käufern der Präparate gewirkt hat, das ist für das Landgericht Bochum nicht die Frage. Hier geht es insbesondere um den Steuerschaden, den ein Quartett, darunter zwei Halterner, zwischen August 2006 und Mai 2009 angerichtet haben: Mehrere 100.000 Euro sollen das sein.

Und es geht um den Vorwurf, verschreibungspflichtige Medikamente – in erster Linie potenzsteigernde Präparate – verkauft zu haben, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Und die damit erzielten Einnahmen sollen dann nicht versteuert worden sein.

Bei der elftätigen Verhandlung, die in dieser Woche begann, geht es auch um die Frage, welche Rolle der 45-jährige Mann und welche Rolle die 41-jährige Frau aus Haltern sowie ihre beiden Geschäftspartner aus Herne gespielt haben.

Die Anklage geht davon aus, dass sie für ihr Geschäft ein internationales Firmengeflecht aufgebaut haben. Schwerpunkte: England, Palma de Mallorca, Brüssel, Nord-Zypern. Die Viagra-Kopien sollen aus Indien gekommen sein und wurden im Ruhrgebiet zwischengelagert. Weiter ging es über 100 Internet-Domains, der Umsatz überstieg die Zwei-Millionen-Euro-Grenze.

Der Prozess soll bis Ende Februar dauern.

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