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Lesebühne mit Wiglaf Droste

RE (sl). Wiglaf Droste war wieder einmal unterwegs, erlebte Eigenartiges und Unzumutbares, suchte und fand auch das Schöne, wählte aus und schrieb es auf in seinem neuen Buch „Will denn in China gar kein Sack Reis mehr umfallen?“ Am 16. Februar stellt er wiederum die schönsten seiner vornehmlich satirischen Texte aus seinem neuen Buch und andere in der Stadtbücherei vor.

Drostes Liebeserklärungen an das Kino, den Fußballspieler Del Piero, Tom Petty, Sondermann oder an James Krüss sind Preziosen, denen man Drostes seelenverwandte Verbundenheit anmerkt. Harsch dagegen verwahrt er sich gegen die Elster, den „Skinhead der Lüfte“, das mediale Nullundnichtig kontert er lächelnd souverän aus: „Will denn in China gar kein Sack Reis mehr umfallen?“

Wiglaf Droste, 1961 in Herford geboren, lebt in Berlin oder auf Reisen, schreibt für den Funk, die FR, die SZ und das Wirtschaftsmagazin Ruhr, gibt gemeinsam mit Meisterkoch Vincent Klink die kulinarische Kampfschrift Häuptling eigener Herd heraus, nimmt mit dem Spardosen-Terzett als Sänger Platten auf, leiht seine Stimme auf Hörbüchern verehrten Kollegen wie Voltaire, Dashiell Hammett, Volker Kriegel, Peter Hacks, Kinky Friedman und James Krüss und kolumniert immer freitags auf der Wahrheitseite der taz, wo er für die Schönheit des Lebens ebenso treffende Worte findet wie für den Zustand der Welt und ihrer medienmutantischen Bewohner.

Für seine harsche, polemische, liebevoll wortschöpferische und lyrische Sprache wurde Wiglaf Droste 2003 mit dem Ben Witter-Preis und 2005 mit dem Annette von Droste-Hülshoff-Preis ausgezeichnet.

Wiglaf Droste liest, 16. Februar, 20 Uhr, Stadtbücherei

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