Vest (sl). Die Metall-und Elektroindustrie im Mittleren Ruhrgebiet und im Vest Recklinghausen erwartet ein schlechtes Jahr 2009. Das zeigt die aktuelle Konjunktur-Umfrage des Arbeitgeberverbandes (AGV) Metall Bochum/Umgebung. So gaben drei Viertel der befragten Mitgliedsunternehmen an, sich im Vergleich zu 2008 auf eine schlechtere konjunkturelle Situation einzustellen.
Zwar kann wohl das Ausbildungsplatzangebot auf einem hohen Niveau gehalten werden (76 Prozent unverändert, nur 4 Prozent Abbau) und auch bei der Beschäftigungsseite sehen immerhin 65 Prozent stabile Verhältnisse für das erste Halbjahr 2009. Allerdings wollen mit 19 Prozent der Unternehmen deutlich mehr Firmen Personal abbauen als neue Arbeitsplätze schaffen (12 Prozent) und Personalabbau (19 Prozent) ins Minus gerutscht. Interessant ist, dass 23 Prozent aller Unternehmen über einen akuten Fachkräftemangel klagen.
„Bei den aktuell von unseren Mitgliedsunternehmen durchgeführten Personalmaßnahmen als Reaktion auf die Wirtschaftskrise und dem damit zusammenhängenden Konjunktureinbruch kristallisiert sich ein klarer Trend heraus: betriebsbedingte Entlassungen oder Kurzarbeit sind derzeit noch kein Thema“, so Dirk W. Erlhöfer, Geschäftsführer des AGV Metall Bochum/ Umgebung.
„Die Schwerpunkte der Maßnahmen liegen beim Abbau von Arbeitszeitkonten und beim Abbau von Leiharbeitskräften oder dem Auslaufen von befristeten Verträgen. Das ist nicht schön für die betroffenen Menschen, aber in der momentanen Situation das mildeste Mittel der Wahl. Es zeigt, wie wichtig den Unternehmen in der Region ihre Fachkräfte sind und auch, dass noch mit einem Rest Zuversicht in das Jahr gestartet wird.“

