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Metall-Industrie leidet unter Fachkräftemangel

Vest. Die heimische Metall-Industrie hat ein echtes Fachkräfte-Problem. Das zeigte jetzt die halbjährliche Konjunktur-Umfrage des Arbeitgeberverbandes (AGV) Metall Bochum/Umgebung. So gaben 37,5 Prozent der Mitgliedsunternehmen an, den Bedarf an Fachkräften derzeit nicht decken zu können. Vor einem halben Jahr war lediglich jedes fünfte Unternehmen von dem Mangel betroffen.

Abgeschwächt hat sich der fast historische Wert bei der Personalentwicklung. Während im Herbst letzten Jahres 40 Prozent der Unternehmen ihre Belegschaften aufgestockt hatten, so taten dies im zurückliegenden Halbjahr immerhin noch 25 Prozent. Allerdings mussten 21 Prozent der Firmen Personal abbauen (2007: 0 Prozent).

Für die nahe Zukunft bis Ende des Jahres sieht der Saldo aber wieder positiver aus: Zwar planen nur noch 21 Prozent eine Erhöhung des Personalstandes, dafür stellen sich aber auch nur 13 auf Personalabbau ein. Noch besser stellt sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt dar: So wollen über 20 Prozent der Umfrage-Teilnehmer mehr Azubis beschäftigen als zuvor, nur 4 Prozent planen, das Ausbildungsplatzangebot zu reduzieren.

Das liegt auch daran, dass ein Großteil der Firmen immer noch optimistisch in die nahe Zukunft schaut. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate beurteilen fast zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer als „gleich bleibend gut“. 8 Prozent erwarten gar bessere Geschäfte als zuvor. Dagegen sehen 17 Prozent „gleich bleibend schlechte“ oder gar „schlechtere“ Geschäfte auf sich zukommen.

„Der Fachkräftemangel bei unseren Mitgliedern hat sich in nur einem halben Jahr nahezu verdoppelt. Das beeinträchtigt die Wachstumschancen unserer Branche nachhaltig“, so Dirk W. Erlhöfer, Geschäftsführer des AGV Metall Bochum/Umgebung. Wie schwer es besonders für kleinere und mittelständische Betriebe ist, offene Stellen zu besetzen, zeigt das Beispiel der Firma Fischdick & Hemeier in Recklinghausen: „Wir suchen schon länger Fachkräfte für den Rohrleitungsbau“, sagt Geschäftsführer Georg Friedrich Ahrens. „Es ist relativ schwierig, welche zu finden, weil die Anforderungen sehr speziell sind.“

Gesucht werden „Vorrichter nach ISO“ und Schweißer, die über Erfahrungen im Rohrleitungsbau verfügen. Gerade der Markt für Metall-Facharbeiter ist derzeit sehr dünn besetzt.

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