Vest. Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel – täglich werden durch die Westfälische Wasser-und Umweltanalytik GmbH (WWU) Proben in den Gelsenwasser-Wasserwerken sowie an vielen Stellen im Rohrnetz genommen und untersucht. Damit das Trinkwasser jedoch auch jederzeit frisch und in einwandfreier Qualität beim Endverbraucher ankommt, ist ein ausgefeiltes Rohrnetzsystem mit flexiblem Management erforderlich.
Das Trinkwasser wird über Zubringer-, Haupt-und Versorgungsleitungen transportiert und verteilt. Sie sind untereinander zu einem rund 6.000 Kilometer langen Verteilungsnetz verbunden. 13 Trinkwasserbehälter im Rohrnetz speichern 100.000 Kubikmeter Trinkwasser zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und dem Ausgleich zwischen Wasserförderung und der Trinkwasserabgabe.über den Tag. Über rund 244.000 Anschlussleitungen gelangt das Trinkwasser in die Gebäude.
In den Sommerferien ist der Trinkwasserverbrauch deutlich niedriger als im restlichen Jahr, das Wasser verbleibt daher länger als üblich in den Rohrleitungen. Damit die gute Trinkwasserqualität erhalten bleibt, ist es erforderlich, Spülungen im Rohrnetz vorzunehmen. Mitarbeiter von Gelsenwasser öffnen daher an ausgewählten Stellen Hydranten, um für die notwendige Frischhaltung zu sorgen.
Wer aus dem Urlaub zurückkehrt, sollte es zu Hause genauso machen, rät das Unternehmen: Das Wasser einige Minuten aus dem Hahn abfließen lassen, bis es wieder wie gewohnt kühl aus der Leitung kommt.
Spülungen zur Frischhaltung seien auch im übrigen Jahr gängige Praxis, da sich der Trinkwassergebrauch durch die sinkenden Einwohnerzahlen und Wasser sparende Haushaltsgeräte und Armaturen seit 1990 um zwölf Prozent verringert hat. Auch die Industrie habe ihren Trinkwasserbedarf durch Kreislaufführung und Umstellung von Produktionsprozessen stark gesenkt.
„Gelsenwasser reagiert seit Jahren auf diese Entwicklung“, heißt es. In vielen Fällen würden kleiner dimensionierte Rohre in vorhandene Rohrleitungen eingezogen. Dies geschehe nach und nach im Rahmen des Erneuerungsprogramms für das Trinkwasserrohrnetz. Die jährlichen Investitionen bei Gelsenwasser betragen hierfür ca. 18 Millionen Euro.

