Datteln (mc). Im Rahmen eines Frühwarnsystems will die Stadt ab Beginn des nächsten Jahres allen Kindern so früh wie möglich familienunterstützende Hilfe anbieten. Zum Beispiel mit Hausbesuchen kurz nach der Geburt, um Eltern neutral über Beratungs-und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Das Jugendamt als öffentlicher Träger der Jugendhilfe ist verpflichtet, Eltern auf Antrag eine Hilfe zur Erziehung zu gewähren, wenn die Problemlage des Kindes das erfordert.
Zunächst wird auf der Basis des Antrags ein Hilfeplan aufgestellt. Dazu wird das Problem des Kindes fachlich eingeschätzt. Damit das neue System der Jugendhilfe funktioniert, organisiert sich das Jugendamt komplett neu und setzt mehr Personal für Beratung und vorbeugende und unterstützende Hilfen ein. Am Lutherplatz wird bald nur noch ein Kernteam sitzen. Der Großteil der Mitarbeiter wird stadtteil-und sozialraumbezogen arbeiten.
Aus dem RAZ4U im Süden der Stadt entwickelt sich das Bürgerzentrum Süd und aus dem Kinder-und Jugendzentrum Mitte das Bürgerzentrum Nord – beide mit identischer Aufgabenstruktur. In beiden Zentren wird es Jugendcafé s geben, wo es bedarfsbezogene und niedrigschwellige Angebote geben wird.
Probleme können so frühzeitiger wahrgenommen werden; die Hilfe kommt punktgenauer und zeitlich befristeter. Der Rat der Stadt hat das Konzept für die beiden Bürgerzentrum bereits beschlossen; die Konzepte werden Anfang September im Unterausschuss des Jugendhilfeausschusses vorgestellt.

