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Anwalt verlegt eigenmächtig wichtigen Termin

Marl (eib). Aufregung um die Kaufland-Ansiedlung in Hüls: Der entscheidende Prozess ist schon wieder um zweieinhalb Monate verschoben worden – weil der Anwalt in Urlaub ist. Und gegen den ausdrücklichen Willen der Stadt. Das jedenfalls erklärte Bürgermeisterin Uta Heinrich auf Nachfrage.

Wegen langwieriger Verhandlungen hatte sich der Vertrag über die Ansiedlung des Kaufhauses in Hüls schon zwei Jahre verzögert. Zuletzt ging es noch um die Klage eines Konkurrenten: Die Stadt hätte das Grundstück meistbietend versteigern müssen, anstatt es (für 7 Millionen) an Kaufland zu vergeben. Diesen Prozess hat die Stadt in erster Instanz verloren, am 16. Juli sollte die entscheidende Berufungs-Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf sein.

Doch auf Wunsch des von Marl beauftragten Anwaltes (Büro Baumeister, Münster) wurde der Termin auf Ende September verschoben, was die Bürgermeisterin in Rage bringt: Das veranlasse die Stadt zu prüfen, „ob dem Anwaltsbüro das Mandat entzogen werden sollte“.

Die CDU wundert sich, dass niemand anders in der Sozietät von 18 Anwälten diesen Fall übernehmen konnte. Ob hier etwa ein System erkennbar sei, „um durch eine Hintertür Kaufland ,madig» zu machen?“

Trotzdem werde an der Aufstellung des notwendigen Bebauungsplanes weiter gearbeitet, so die Bürgermeisterin. Man befinde sich nach wie vor im Zeitplan. Was bedeutet, dass im Frühjahr 2009 die Bagger loslegen.

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