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„Kein Zaun stört die Harmonie des Gartens“

Herten (om). Zur offenen Gartenpforte laden in diesem Jahr zwischen Mai und September schon 17 Gartenbesitzer im Kreis Recklinghausen ein – an diesem Wochenende zeigen der Nabu-Vorsitzende Herbert Beste und seine Frau Irene ihr Kleinod – „natürlich ist es naturnah gestaltet“, kündigt Beste schmunzelnd an. Der Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Herten beschreibt: „Um ein altes Zechenhaus aus dem Jahre 1914 schlingt sich der naturnahe Garten. Der Vorgarten ist als Schattengarten unter zwei Ahornbäumen mit Farnen und Gehölzen sowie Frühblühern angelegt.“

Dabei bieten Dach und Wandbegrünung, Hecken und Bäume den Tieren Nahrung und Unterschlupf, die Dächer des Nebengebäudes und des Carports sind begrünt. Das Regenwasser wird in Teiche geleitet und die Wandbegrünung ist aus verschiedenen Rankpflanzen gebildet. „Kein Zaun stört die Harmonie des Gartens, sondern Hecken begrenzen und verbinden den Garten mit den Nachbargärten“, erklären Herbert und Inge Beste weiter.

Die Geschichte der „Offenen Gärten“ geht auf eine 1927 gestartete Initiative in England zurück. Dabei öffnen Gartenbesitzer ihre attraktiven Privatgärten für Besucher mit dem Ziel, das Erlebnis mit dem Nützlichen zu verbinden und die Eintrittsgelder einem Hilfsfond für die Krankenpflege zukommen zu lassen. Zu Beginn der 90er Jahre wurde die Aktion in Deutschland aufgegriffen – hier bleibt der Eintritt oft frei oder wird für andere Zwecke gespendet – und seit 2005 durch die Eheleute Knaak aus Recklinghausen auch im Vest gestartet.

Am morgigen Sonntag, 20. Juli, freuen sich Herbert und Inge Beste auf viele nette Gespräche mit Besuchern, über ihre Weidenhecke, Trockenmauern, Lesesteinhaufen, Totholz, Kräuterspirale, Insektenwand oder Kräuterspirale, Staudenbeete mit vielen Taglilien und Irisarten oder Ruhebereiche. „Unsere Zielsetzung bei der Gestaltung ist, Lebensraum für Mensch und Natur zu schaffen“, erklären die beiden Naturschützer. Ihr Garten ist in der Scherlebecker Straße 318 b und morgen von 10 bis 18 Uhr für jedermann geöffnet. Ein Euro wird als Spende für den Nabu Herten als Eintrittsgeld erbeten.

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