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Ostvest (mc). Der Tierschutz in der Kanalstadt Datteln ist eng mit einem Namen verbunden: Erika Clarenbach. Dabei ist die gebürtige Oer-Erkenschwickerin auch in der Stimbergstadt zu Hause. „Als der Tierschutz in meiner Heimatstadt gegründet wurde, war ich sofort dabei“, erzählt die ehemalige Grundschullehrerin. Doch Querelen, die unter anderem zu einer weiteren Vereinsgründung führten, ließ die engagierte Tierschützerin in die Nachbarstadt auswandern.
Hier kümmert sie sich um vernachlässigte, misshandelte oder ausgesetzte Tiere. Ganz besonders am Herzen liegen der zweifachen Mutter die Katzen. Jahrelang hat sie für ein vernünftiges Katzenhaus gekämpft, bis eine Holzhütte aufgestellt werden konnte. „Doch das ging auf die Dauer auch nicht, denn die wurde einfach im Sommer viel zu warm.“
Jetzt gibt es ein richtiges Katzenhaus, „das aber leider viel zu klein ist.“ Deswegen hat die Vorsitzende des Tierschutzvereins auch einen Aufnahmestopp ausgerufen. „Im Moment können wir nur in Notfällen eingreifen.“
Sie war es auch, die sich in Datteln nicht viele Freunde mit der Forderung nach einem ärztlichen Attest gemacht hat. „Tierbesitzer kamen mit der Begründung, plötzlich sei eine Tierhaarallergie ausgebrochen und deswegen müsse das Tier abgegeben werden“, erinnert sich die resolute 68-Jährige. „Da habe ich dann nach einer ärztlichen Bescheinigung gefragt.“ Oftmals war damit das Thema erledigt.
Ihre schönsten Erinnerungen sind erfolgreiche Tiervermittlungen, wenn sie es geschafft hat, geschundene Tierseelen in liebevolle Hände zu geben.
Die Pensionärin, die Hunde hat, seit sie denken kann – und die kommen aus dem Tierheim – denkt langsam, aber sicher über das Aufhören nach. Natürlich wird ihr der Tierschutz auch weiterhin am Herzen liegen, aber nach zwei Herzinfarkten will sie es ruhiger angehen lassen.
Bis 2011 ist sie noch gewählt, dann will sie die Zügel abgeben.

