Marl/Recklinghausen (eib). Operation erfolgreich beendet? Oder geht die medizinische Unsicherheit noch immer weiter? Zufriedenheit (bei der Marler Bürgermeisterin) und Glückwünsche (vom Vorsitzenden des Krankenhausausschusses), weil das Prosper-Krankenhaus seinen Widerstand gegen die Fusion von Paracelsus-Klinik (Marl) und Knappschafts-Krankenhaus (Recklinghausen) aufgegeben hat. Doch der Vertrag stimmt nicht mit dem Ratsbeschluss überein, moniert die SPD und sorgt sich, ob deshalb die Mitarbeiter der Marler Klinik nicht Nachteile haben.
Die Fusion steht kurz bevor, meldete die Stadtverwaltung. Noch davor hatte Hubert Schulte-Kemper, der Vorsitzende des Krankenhausausschusses, von „großer Freude und gleichzeitiger Erleichterung“ gesprochen, dass nach einem Gespräch beim Regierungspräsidenten das Prosper-Hospital seinen Wiederstand aufgegeben hatte.
Allerdings hatte sich das Hospital auch selbst in eine schwierige Ecke manövriert: Paraklinik und Prosper-Hospital arbeiten bereits im Rahmen des „Brustzentrums“ zusammen. Auf diese Weise, so Schulte-Kemper, gebe es einen Teileintritt in das System „ProGesund“, das die Knappschaft anbietet.
Krankenhausausschuss-Mitglied Peter Wenzel vermisst dagegen einen beschlossenen Absatz im Vertragswerk zwischen Knappschaft und Stadt. Führt das zu einer Benachteiligung der Mitarbeiter? Offizielle Informationen gibt es nicht.
Möglicherweise kann nur auf einer zusätzlichen Sitzung des Ausschusses geklärt werden, welche Konsequenzen sich aus dem fehlenden Absatz ergeben.
Insider sind zudem über die Formulierung der Stadt irritiert, der Zusammenschluss könne zum 1. August „wirksam werden“. Aufgrund der bisherigen Verhandlungen müsste es beim Zusammenschluss zum 1. Juli bleiben, dem beide Seiten nunmehr nachträglich zustimmen. Sonst müsste ein Teil der Verhandlungen neu geführt werden.
Die „Operation Fusion“ scheint noch nicht zu Ende.

