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CDU: Kein „Wohltatenwettbewerb“

Dorsten. Mit dem städtischen Kinderarmutsbericht, der kürzlich vorgestellt wurde, beschäftigten sich die zuständigen Fachpolitiker der CDU-Fraktion. Konkret kündigten die Christdemokraten an, dass man bereits Ende der Sommerpause mit einer Bestandsanalyse der Sozialarbeit in Dorsten beginnen werde. „In diesem Zusammenhang werden wir uns direkt bei den Angeboten vor Ort informieren. Und zwar sehr kurzfristig und in einem engen Zeitfenster“, wie die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Ursula Jacoby betonte.

Für das weitere Vorgehen stellten die Christdemokraten drei Dinge klar. „Viele Punkte im Hinblick auf die Bekämpfung von Kinderarmut müssen durch Bundes-oder Landespolitik angegangen werden. Daher werden wir nur an den Stellschrauben drehen und nur die Vorschläge erarbeiten, mit denen wir in Dorsten etwas verändern können“, so CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane.

Zweitens werde die Union nicht in einen „Wohltatenwettbewerb“ mit den Populisten von Linkspartei und SPD eintreten. „Wir müssen schauen, wie Sozialarbeit bisher organisiert ist und ob diese Organisation verbessert und somit den Kindern noch wirksamer geholfen werden kann“, hebt auch der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Dirk Schlenke (CDU) hervor. Und drittens wolle die Union dabei besondere Schwerpunkte auf den Bereich „Bildung und Betreuung“ legen und für eine „Chancengerechtigkeit“ in diesem Bereich sorgen.

„Höhere Geldleistungen lösen das Problem nicht“, meint CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. „Wir wollen Kinder von sozial schwächeren Familien durch eine gute schulische Ausbildung selbst in die Lage versetzen, einen Beruf zu bekommen, der ein gutes Einkommen ermöglicht.“ In diesem Zusammenhang werde die Union bei der Landesregierung dafür werben, dass die sinnvollen Projekte, wie „Kein Kind ohne Mahlzeit“, weiter fortgeführt würden.

Dabei begrüße die Union auch ausdrücklich den Vorschlag von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) das Personal in den Kindergärten aufzustocken. „Wir werden dabei aber nicht aus den Augen verlieren, dass wir als Stadt völlig überschuldet sind“, so Ursula Jacoby. Schwane: „Wir wollen den Menschen keinen Sand in die Augen streuen. Alle Maßnahmen, die wir jetzt beginnen, werden erst mittel-bis langfristig wirken, aber dafür nachhaltig.“

Als erstes Besuchsziel haben sich die Teilfraktionen „Schule“, „Soziales“ und „Jugendhilfe“ das Kinder-und Familienzentrum (KiJuFaZ) und das damit verbundene Sozialraumteam für den Bereich Wulfen vorgenommen. „Hier wird eine hervorragende Arbeit geleistet, die nicht bloß Symptome abschwächt, sondern darauf angelegt ist, soziale Probleme direkt an der Wurzel zu lösen“, so Dirk Schlenke abschließend.

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