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Schacht 8: Aufräumen dauert zwei Jahre

Marl (eib). Die einen scheiterten, weil die Investitionen die Millionen-Grenze überschritten hatten, jetzt wollen andere mit nur 35.000 Euro das ganze schaffen? Marls Politiker staunen und sind gespannt. Nun wird die Arbeitsloseninitiative Werkstatt Brassert das ehemalige soziokulturelle Zentrum Schacht 8 übernehmen und wieder zu Leben erwecken.

Eigentlich sollte es nur einige Wochen geschlossen sein, kündigte Bürgermeisterin Uta Heinrich 2001 an, nach sieben Jahren sind alle Vermarktungsversuche endgültig gescheitert. Nicht zuletzt, weil sich ein Anlieger durchsetzen konnte, für den nun auf alle Veranstaltungen ab 22 Uhr verzichtet wird. Und die 35.000 Euro Investitionen seien mit der Werkstatt Brassert abgestimmt.

Das reiche doch nicht einmal aus, um den Zaun um das Gelände zu reparieren, wunderte sich Friedrich Dechert (Wir für Marl) im Rat. Außerdem seien Aufräumarbeiten im Wald nötig, Schimmel mache sich im Haus breit, vieles sei zerstört, anderes geraubt worden.

Und dann ist da die noch immer ungeklärte Frage nach den Rückforderungen der Landeszuschüsse zum ehemaligen Soziokulturellen Zentrum. Man habe „positive Signale“ vom Regierungspräsidenten – mehr weiß die Verwaltung noch nicht.

Und wann wird das Jugendzentrum wieder geöffnet? Noch lange nicht. Die nächsten beiden Jahre braucht die Werkstatt Brassert allein für die Aufräumarbeiten.

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