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Jetzt bin ich die Bildungselite

Marl (fk). Abitur gibts nicht nur am Gymnasium. Die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule haben bewiesen, das auch das Zentralabitur ihnen nicht das Abitur abspenstig machen konnte.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz schaffte eine Schülerin sogar den Traumschnitt von 1,0: Arne Ruhwinkel wurde für ihre Leistung sogar vom Lions Club Marl ausgezeichnet. Sie hatte einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt in ihrem Abitur, hatte aber trotzdem Englisch, Französisch und Latein in ihrer Schullaufbahn. Auch außerhalb des Unterrichts zeigte sie sich engagiert: zunächst als Streitschlichterin, dann als Schülersprecherin. In diesem Schuljahr half sie beim naturwissenschaftlichen Förder-Projekt für Grundschüler. Was man auch selten hört: Sie fühlte sich immer gut betreut und unterstützt von ihren Lehrern.

Zwei weitere erfolgreiche Lebensläufe des Abiturjahrgangs sind erwähnenswert. Fatma Mostafa, die ihr Abitur mit der Note 1,6 bestanden hat, kam erst im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Die Libanesin kam zunächst in eine Auffangklasse, um Deutsch zu lernen. Bereits nach einem halben Jahr wechselte sie in die zweite Grundschulklasse und begann dann ihre Karriere auf der Willy-Brandt-Gesamtschule. Auch sie lernte neben Englisch zusätzlich Französisch und wählte in der Oberstufe einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt.

Noch später kam Tatjana Schebolin nach Deutschland. Mit 14 Jahren lernte auch sie in einem halben Jahr in einer Auffangklasse Deutsch und kam dann in die 8. Klasse der Hermann-Claudius-Hauptschule. Aufgrund ihrer guten Leistungen wechselte sie am Ende der 10. Klasse in die Oberstufe der Willy-Brandt-Gesamtschule und lernte als weitere Fremdsprache Spanisch. Ihre Leistungskurse waren Mathematik und Deutsch. Sie fühlte sich in der Schule aber positiv aufgenommen und schaffte einen beachtlichen Durchschnitt von 2,1.

Ihren Erfolg wollen die drei im Herbst an den Unis fortsetzen und stürzen sich auf Jura, Medizin und Internationales Management. Marina Mathuszczyk und Julia Hinrichsen haben ebenfalls ihre Chancen an der Schule genutzt und gehören mit einem Durchschnitt von 1,6 und 1,9 zu den fünf besten des Jahrgangs. Für sie steht fest: Mit der 10. Klasse ist hier noch lange nicht Schluss!

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