
Recklinghausen (mc). Seit Mai fühlt sich Christel Grothusmann sicherer in ihren eigenen vier Wänden. Sie hat den Hausnotruf installiert. Sollte der 78-Jährigen etwas zustoßen, drückt sie einfach auf den Funkfinger, den sie immer um ihren Hals trägt. Dieser stellt über die Feststation, die mit dem Telefon gekoppelt ist, eine Verbindung zu den Maltesern her. Die Rentnerin muss auch nicht am Telefon stehen, denn zugleich wird die Freisprechanlage geschaltet. „Bei den Maltesern sitzt dann jemand in der Notrufzentrale und fragt die entsprechenden Daten ab. Wenn wir merken, dass etwas Schlimmeres passiert sein könnte, rufen wir auch gleich den Rettungswagen“, erklärt Christiane Schultes von Malteser Recklinghausen. Christel Grothusmann ist die 400ste Kundin, die diesen Service nutzt und zugleich die 160ste Kundin, die ihren Schlüssel bei den Maltesern hinterlegt hat.
„Für meine fünf Kinder ist es einfach beruhigend zu wissen, dass ich Hilfe bekomme, wenn ich welche brauche“, freut sich die vierfache Großmutter.
Auf diese Weise wird es älteren Menschen ermöglicht, länger in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, weiß auch Heike Adamczyk. Sie ist Produktverantwortliche für den Hausnotruf im Münsterland.

