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Klimaexpedition im Klassenzimmer

Marl (om). Die Klassen 5e, 6d, der Wahlplichtbereich I Naturwissenschaften und WPI NW Jahrgang 9 wollen sich mit großer Unterstützung von Germanwatch und der Firma Geoscopia dem Thema Klimawandel nähern. Die Germanwatch-Klimaexpedition holt den Blick auf die Erde vom Weltall ins Klassenzimmer. Gemeinsam mit den Schülern wird eine Satellitenempfangsanlage aufgebaut, die Satellitenbilder direkt ins Klassenzimmer überträgt.

In 90-minütigen Unterrichtseinheiten erarbeitet das Klimaexpeditions-Team mit den Schülern anhand des Vergleichs von live gezeigten Satellitenbildern mit früheren Aufnahmen das Thema Klimawandel und die Folgen des Klimawandels. „Mit Technikbegeisterung und ohne moralischen Zeigefinger werden so bereits sichtbare Veränderungen deutlich: schwindende Gletscher, frühere Jahreszeiten, Meeresspiegelanstieg, große Sturmereignisse, wachsende Wüsten“, so die Verantwortlichen der Geoscopia-Umweltbildung, welche die Klimaexpediton durchführt.

Im 2007 erschienen vierten Bericht des Weltlimarats IPCC kommen die Wissenschaftler zum Schluss, dass mit 90-prozentiger Sicherheit eine globale Klimaerwärmung stattfindet, und das teilweise durch menschliches Handeln – wie Abholzen der Tropenwälder und Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die Folgen dieser Erwärmung sind mal unangenehm, mal katastrophal.

Klimawandel bedeutet nicht einfach nur höhere Temperaturen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Vielzahl andere Auswirkungen dazukommt: Anstieg der Meeresspiegel, heftige Stürme, Niederschlagsverschiebungen, häufigere Überschwemmungen und Dürreperioden, Lebensmittelknappheit sowie Massenabwanderung von Menschen aus den betroffenen Gebieten.

„Wir müssen uns der entscheidenden Herausforderung unserer Zeit stellen, auch wir in der Schule“, meinen die Beteiligten. Dabei wird der Klimawandel höchst unterschiedlich in verschiedenen Gebieten auswirken: In Nordeuropa und Teilen Nordamerikas könnte er für die Landwirtschaft möglicherweise sogar positiv. In armen Gebieten dagegen könnte das Land wegen des wärmeren Klimas unbebaubar werden. Durch das Schwinden der Gletscher würden Regionen veröden, die von deren Wasser abhängig sind. Selbst ein leichter Anstieg des Meeresspiegels könnte zu Überflutungen von Städten in Küstennähe führen.

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