Datteln (om). Wenn es nach den Chefs geht, steht einer Zusammenarbeit in Sachen newPark nichts im Weg: Die Stadt Dortmund hat ernsthaftes und konkretes Interesse, Mit-Gesellschafter zu werden. Die Gremien der Stadt werden schon in absehbarer Zeit darüber befinden. Dies berichtete Landrat Jochen Welt nach einem Gespräch mit seinem Dortmunder Amtskollegen Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer.
„Wir sind, was das Potenzial und die Chancen von newPark angeht, sehr schnell einer Meinung gewesen“, sagte der Landrat des Kreises Recklinghausen anschließend. Beide, Welt wie auch Langemeyer, seien davon überzeugt, dass der newPark bei weiter schrumpfender Beschäftigtenzahl im Bergbau das Tor zur Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt und zur Schaffung dringend benötigter neuer Arbeitsplätze aufstoßen werde.
Welt: „Dass wir im Vest immer an newPark geglaubt haben und sich aus einer Idee immer deutlichere Strukturen herausschälen, ist nicht zuletzt auf harte Überzeugungsarbeit in den letzten Monaten zurückzuführen.“ Deutlichster Beleg: Für Wirtschaftsministerium Christa Thoben gehören die Rieselfelder zu den drei Großflächen in NRW, die seitens der Landesregierung fest mit Zuschüssen rechnen können.
Der newPark, nur wenige Kilometer von Dortmund entfernt – kein Wunder, dass der große Nachbar mehr als nur einen Blick auf das geplante Industrie-Projekt geworfen hat. Bei dem Gespräch mit dem Landrat hatte der Oberbürgermeister keinen Zweifel daran gelassen, dass man bei einer Beteiligung mehr als nur ein »stiller« Gesellschafter sein wolle. Welt: „Auf der Grundlage einer regionaler Kooperation und eingebettet in eine Gesamtstrategie, reklamiert Dortmund durchaus eine aktive Rolle für sich.“
Was sich hier anzubahnen scheint, bedeutet nach den Worten Welts „auch eine Öffnung der Wirtschaftsförderung im Vest zum östlichen Revier hin und ist somit Ausdruck des jüngst formulierten neuen Denkens ruhrgebietsweiter Wirtschaftsförderung“.
Nach seiner Einschätzung laufen die Gespräche, die Nachbarn ringsherum als Gesellschafter ins newPark-Boot zu holen, Erfolg versprechend. „Neben den Städten aus der Emscher-Lippe-Region gibt es auch darüber hinaus eindeutige Signale“, ist der Landrat vom baldigen Zustandekommen eines Gesellschaftsvertrages überzeugt. „Ich würde mich sogar nicht wundern, wenn am Ende die 10-Prozent-Beteiligung für »Auswärtige« nicht ausreicht“, will Welt selbst dies nicht ausschließen.

