Marl (dug). Ganz schön flott unterwegs war dieser Motorroller auf der Bahnhofstraße in Marl. Zwei Personen saßen auf dem Gefährt und waren eindeutig zu schnell. Das fiel einer Streifenwagenbesatzung auf, die versuchte, den Roller zu stoppen. Doch der war selbst für die Polizei viel zu schnell. Der Rollerfahrer erhöhte die Geschwindigkeit bis zu 100 km/h und beachtete auch das Rotlicht von Ampeln nicht.
Kurz nach einem erneuten Anhalteversuch bog der Rollerfahrer nach rechts in die Straße Nonnenbusch ab. In Höhe Hausnummer 34 konnte sich der Streifenwagen neben den Roller setzen und der Fahrer sollte durch eine Einengung seiner Fahrspur zum Halten bewegt werden. Dabei kam es zu einem Kontakt zwischen dem Oberkörper des Rollerfahrers mit dem rechten Außenspiegel des Streifenwagens. Der Spiegel wurde beschädigt, doch der Rollerfahrer setzte seine Fahrt über Gehwege in Richtung einer Autobahnbrücke fort. Im Bereich der Brücke konnte der Roller von den Verfolgern eingeholt und ihm der Weg abgeschnitten werden. Der rasende Rollerfahrer gab noch immer nicht auf, sondern fuhr über Wiesen zurück in den Bereich Nonnenbusch 42.
Dort fanden die etwas ratlosen Polizisten das Zweirad verlassen auf. Im Zuge der anschließenden Fahndung wurden zwei Personen auf der Autobahnbrücke angetroffen, eine davon der Sohn der Halterin. Er gab in einer ersten Anhörung an, dass ihm der Roller vor zwei Tagen entwendet wurde, was aber bisher nicht zur Anzeige gebracht wurde. Der Roller wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

