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Schießstände soll nicht wieder Thema werden

Marl. Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden brechen Bündnis 90/Grüne ein abgeschlossenes Kapitel wieder auf. Auf ihren Antrag reagierten der Marler Rat ungehalten: „Die Stadt kündigt zeitnah alle Verträge, die für die Schießstände in Marler Schulen verantwortlich sind.“

Vor einem Jahr setzte sich die Wählergemeinschaft Grüne ganz energisch dafür ein, dass alle Schusswaffen aus den Schulen verbannt werden. Konkret: Die Schießstände für Sportschützen, die an drei Schulen in Marl untergebracht sind, sollten aufgegeben werden. Besonders energisch forderte das die Ernst-Immel-Realschule, wo im Keller eines benachbarten Gebäudes gerade der Schützenverein Hüls einzog.

Dass Schießsport olympisch geadelt ist und dass die Schützenvereine einen erheblichen gesellschaftlichen Beitrag leisten, das waren entscheidende Argumente. Die Schießstände blieben. Das Verlangen der Bündnis-Grünen auf Vertragskündigung stieß auf Unverständnis. „Der Antrag ist zu kurz gedacht, das Thema ist facettenreicher, die Schützenvereine werden verunglimpft“, erklärte Jens Vogel (SPD). Besser sei eine Forderung, die Stadt solle die Schulen beim Thema Gewaltprävention unterstützen und für die Schulen sollte ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Dieser SPD-Antrag wurde einstimmig in die Fachausschüsse verwiesen.

Der Antrag der Bündnis-Grünen wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. An den Schulen werde bereits an einem Sicherheitskonzept gearbeitet, so die Wählergemeinschaft Grüne. Und an den Schulen gebe es wichtigere Themen als die Schießstände der Vereine, so die SPD.

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