
Recklinghausen. „Wir haben jetzt eine feste Anlaufstelle“, freut sich Thomas Baule, erster Vorsitzender der Werbegemeinschaft Recklinghausen. Möglich gemacht hat das der Umzug der Agentur Odesign zur Breite Straße 29. Denn dessen Geschäftsführer, Oliver Kelch, ist gleichzeitig Assistent der Geschäftsleitung der Werbegemeinschaft.
„Von daher bot es sich an, hier einen Raum zur Verfügung zu stellen“, erläutert der Agenturchef. Den können nicht nur Mitglieder nutzen, sondern auch jeder Interessierte, der der Werbegemeinschaft etwas mitteilen möchte.
Doch auch sonst hat sich etliches getan. Neuerdings gibt es einen Newsletter, den die Mitglieder monatlich per E-Mail erhalten. Dieser informiert über Termine und alle möglichen Dinge, die für die Geschäfte interessant sind. Und neben den Jahreshauptversammlungen soll es zusätzlich alle drei Monate ein lockeres Treffen geben, bei denen unter anderem neue Anregungen eingebracht werden können.
Bewohner und Besucher der Stadt werden demnächst ebenfalls noch umfangreicher über die Aktivitäten der Werbegemeinschaft informiert. Ab März in den Geschäften der Mitglieder Plakate mit den nächsten Veranstaltungen zu sehen sein. So kann beispielsweise rechtzeitig auf den „Elvis-Kontest“ Ende Mai auf dem Rathausplatz hingewiesen werden. Und am Karstadt-Nebeneingang wird ein großes Plakat alle Mitglieder samt Logo und Standort auflisten.

Thomas Baule und Oliver Kelch haben noch große Dinge vor.
„Die Stadt Recklinghausen mit ihrem tollen Hinterland wie der Haard und dem Haltener Stausee hat mehr Potential als so große Städte wie Essen oder Dortmund“, ist Baule sich sicher. Dies gilt es zu nutzen. Neben dem Altbewährtem wie dem Wirtefest muss die Werbegemeinschaft sich also immer wieder etwas Neues einfallen lassen. So war der Prinzessin-Tag im letzten September ein voller Erfolg und soll von daher auch in diesem Jahr unter dem Namen Märchentag wiederholt werden. „Auch ein Frühlingsblumenmarkt, Kerzenfeste oder Kürbisschnitzen auf dem Altstadtmarkt sind denkbar“, so Baule. Dies seien Aktionen, die die Händler nur wenig Geld kosten würden.
Frank Rennefeld, Geschäftsleiter bei cityREdio, hat dagegen eine viel verwegenere Idee. Ihm schwebt vor, mystische Musik aus der Kanalisation erklingen zu lassen. Dieses Konzept sei jedoch noch nicht ausgefeilt und auch die Stadtverwaltung müsse da zustimmen. Apropos Stadt: „In Castrop-Rauxel gibt es ein hervorragendes Zusammenspiel von Politik und Einzelhandel“, weiß Baule zu berichten. Deshalb würde er es begrüßen, wenn auch die Stadt Recklinghausen Mitglied der Werbegemeinschaft würde.

