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Leben und Sterben in Marl

Marl. Wer in Marl lebt und in Marl stirbt, der soll auch in Marl beerdigt werden. So wird auch in der Regel verfahren. Und doch gibt es einen kleinen Kreis von Verstorbenen, bei denen sich die Stadtverwaltung um die Beerdigung kümmern muss, weil nicht rechtzeitig Angehörige ermittelt werden können.

37 Bestattungen im Jahr 2010 und 36 im Jahr 2011 hat die Verwaltung veranlasst (niemand der Verstorbenen war obdachlos), meist waren die Beisetzungs-Wünsche der Verstorbenen nicht bekannt.

Vor zwei Jahren wurden zehn Bestattungen am Krematorium durchgeführt, es ist die preisgünstigste Bestattung.

Meist werden die Hinterbliebenen aber ausfindig gemacht, sie erhalten eine Rechung (Leistungsbescheid) und müssen die Kosten übernehmen. Nicht immer haben die Hinterbliebenen Verständnis dafür, insbesondere, wenn schon seit Jahrzehnten kein Kontakt mehr bestand. Bisweilen wird der Bescheid auch vor dem Verwaltungsgericht angefochten.

Die Urnenbeisetzung auf dem Hauptfriedhof kostet 833 Euro für die Grabstelle sowie 278 Euro für die Beisetzung. Bei der Evangelischen Stadtkirchengemeinde (esm) und im Kolombarium St. Franziskus kostet die Beisetzung nur 255 Euro. Auf der Sitzung des Sozialausschusses stellte sich heraus: Die esm hatte fälschlicherweise immer nur die Beisetzungskosten in Rechnung gestellt, nicht jedoch die Grabstellen. Das soll nun geändert werden.

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