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Marler hat aus Eifersucht zugestochen

Marl/Essen. Zwei Dutzend Mal stach der Marler Maik W. (36) auf seine Ehefrau ein, bis sie tot zusammenbrach. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht Essen wegen Totschlags verantworten.

Eine schreckliche Tat, die am 21. Mai 2012 auf der Sickingmühler Straße passierte (das Sonntagsblatt berichtete). Seine 33-jährige Ehefrau hatte sich von ihrem eifersüchtige Ehemann getrennt, er kam an diesem Abend in die Wohnung zurück, um sie zum Zusammenleben zu bewegen. Es kam zum Streit – an mehr kann er sich nicht erinnern, erklärt er dem Gericht. Er übernehme die Verantwortung für den Tod seiner Frau, so sein Verteidiger Hans Reinhardt.

Seine drei Kinder (sieben, fünf und drei Jahre alt), erlebten die Tat mit, klingeln anschließend bei der Nachbarin, der älteste ist an der Hand verletzt. Vor Gericht müssen die Kinder nicht aussagen, das hat die Stadt Marl als Vormund untersagt. Die drei leben in einem Heim.

Schrecklich: 1996 hatte Maik W. als 20-Jähriger seiner 14-jährigen Freundin ein Messer in den Rücken gerammt, als sie die Beziehung beendete. Das Jugendschöffengericht Bückeburg sprach ihn wegen Schuldunfähigkeit frei und setzte die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie zur Bewährung aus.

Fünf weitere Verhandlungstage sind angesetzt.

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