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Der Fischotter ist wieder da

Dorsten. Er galt jahrzehntelang als ausgestorben in unseren Breiten und war von der Bildfläche komplett verschwunden. Jetzt gibt es sichere Zeichen dafür, dass er wieder an Fluss- und Bachläufen heimisch geworden ist. Grund genug für die Biologische Station, Spurensucher zu schulen. „Seit 2009 haben wir eine kleine Population von cirka 15 Tieren im Münsterland“, freut sich Niels Ribbrock, Landschaftsökologe bei der Biologischen Station. Er ist zuversichtlich, dass auch weitere Tiere ihre Heimat in den Lippeauen finden werden: „Nachweise haben wir an der Stadtgrenze Dorsten/Marl im Naturschutzgebiet Lippeaue und das Gewässer im Stadtgebiet Dorsten bietet Lebensraumpotenzial für etwa zehn Tiere.“

Dass der Fischotter hier wieder zu Hause ist, dafür gibt es sogar einen Fotonachweis. Eigentlich, so erzählt Ribbrock, war der Ornithologe (Vogelkundler) und Fotograf Georg Rekers auf der Suche nach einem geflügelten Tiermotiv. „Und so hatte er glücklicherweise die Kamera im Anschlag als ein Exemplar an ihm vorbeischwamm.“

Meist wird man von den circa ein Meter langen und bis fünf Kilo schweren Tieren nur Spuren finden oder Ausscheidungen. „Sind Gräten und Schuppen in Hinterlassenschaften, ist das ein sicheres Zeichen für den Fischotter“, erklärt Ribbrock.

Als Lebensraum kommt nicht nur die Lippe infrage, Wien- und Hammbach bezeichnet Niels Ribbrock als ideal.

„Mithilfe ist ausdrücklich erwünscht: „Viele Augen sehen mehr Mithilfe erwünscht – Beobachtungen bitte melden! Auch Totfunde! Am besten mit Belegfoto“.

Der nächste Spurensucher-Kurs findet erst im nächsten Jahr statt, aber soviel verrät Niels Ribbrock schon vorab: „Der Kot setzt sich zusammen aus Bestandteilen der Nahrung, also in erster Linie Fischknochen, -schuppen.“ Und man braucht den Geruch nicht zu scheuen. Fischotterkot hat einen typischen Geruch nach frischer Seeluft und frischem Fisch.

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