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Essen ist ein Überflieger

Vest. Essen hat bei einem Städteranking einen großen Sprung nach vorne gemacht und das Ruhrgebiet jubelt über „die beste Versicherung für dauerhaften Wohlstand“. Ein Blick in die Statistik zeigt: Essen ist ein Einzelfall und insbesondere der nördliche Rand des Ruhrgebietes hat eher mit wachsenden Problemen zu kämpfen und sieht überhaupt keine rosige Zukunft.

Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) hat die 30 größten deutschen Städte untersucht und nach Trend-, Standort- und Demografieindex bewertet. Frankfurt und München bilden wie schon 2008 und 2010 die Spitze. Die Sensation: Essen verbesserte sich von Platz 21 auf Platz 10. Aber das Ruhrgebiet ist noch mit anderen Städte vertreten: Duisburg fiel von Platz 17 auf Platz 22 zurück, Dortmund von Platz 20 auf Platz 22, Gelsenkirchen von Platz 25 auf Platz 28, Bochum konnte seinen vorletzten Platz 29 behalten.

Die anderen Plätze blendet der Initiativkreis Ruhr aus. Moderator Bodo Hombach sieht in dem Ranking gar eine Trendwende: „Die Menschen an der Ruhr sind innovationsfreudig. Sie lehnen Neues nicht ab, sondern machen mit. Die Ergebnisse zeigen, dass wir in der Vergangenheit die richtigen Maßnahmen ergriffen haben und die angestoßenen Kooperationen erste Früchte tragen. Nun müssen wir an diesem Erfolg anknüpfen und die positive Entwicklung weiter vorantreiben.“

Im nördlichen Ruhrgebiet und insbesondere im Kreis Recklinghausen sieht man die Zufriedenheit mit Sorge: Die Städte wissen längst, dass sie aus eigener Kraft nicht aus ihrer finanziellen Misere herauskommen. Sie fordern mehr Unterstützung.

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