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Neues Jahr, neue Regeln

Daumen hoch:

Aus den 400-Euro-Jobbern werden 450-Euro-Jobber, weil die monatliche Verdienstgrenze angehoben wird. Aber: Davon müssen jetzt bis zu 17,55 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt werden.

Konkurrenz für die Bahn: Busunternehmen dürfen für Strecken über 50 Kilometern einen regelmäßigen Linienverkehr anbieten. Vielleicht belebt Konkurrenz das Geschäft.

Sinkende Beiträge zur Rentenversicherung: Statt 19,6 müssen nur noch 18,9 Prozent abgeführt werden (macht bei 2600 Euro brutto 9 Euro weniger). Allerdings steigen gleichzeitig die Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,1 Prozent.

Ende der Praxisgebühr: Die 10 Euro pro Quartal müssen nicht mehr gezahlt werden. Seit 2004 sollte sie die Zahl der Arztbesuche reduzieren, der Erfolg blieb aus.

Die Regelleistungen für Hartz IV wird geringfügig um 8 Euro angehoben (auf monatlich 382 Euro), auch die Partner in Bedarfsgemeinschafen erhalten 8 Euro mehr (345).

Pflegeversicherung: Jetzt gibt es auch in der Pflegestufe 0 ein Pflegegeld von 120 Euro im Monat (wenn ein Angehöriger betreut) oder 225 Euro (für einen ambulanten Pflegedienst). In den Stufen 1 und 2 gibt es für Demenzkranke mehr Geld.

Daumen runter

Briefporto wird teuer. Der Standardbrief kostet nun 58 Cent, die Post hat dafür 3-Cent-Ergänzungsmarken aufgelegt.

Aus der GEZ-Gebühr wird der Rundfunkbeitrag. Die Höhe ändert sich nicht: 17,98 Euro monatlich. Jetzt wird sie aber für jede Wohnung gezahlt, egal ob man Fernseher/Radio hat oder nicht. Wer eine Zweitwohnung hat, zahlt zweimal. Schwerbehinderte mit dem Zeichen „RF“ im Behindertenausweis waren bisher befreit, sie zahlen nun 5,99 Euro. Die Wohnungskontrolle wird abgeschafft.

Der staatliche Zuschuss für den Einbau von Partikelfiltern in älteren Dieselautos sinkt von 330 auf 260 Euro. Die Förderung gibt es für dieselbetriebene Pkw und Wohnmobile, die erstmals vor 2007 zugelassen wurden.

Bundesschatzbriefe werden abgeschafft, nach 44 Jahren. Sie galten als besonders sicher. Weil die Sparzinsen gesunken sind, lohnt sich das Geschäft für den Staat nicht mehr. Die bestehenden Konten werden bis zur Fälligkeit fortgeführt.

Unentschieden

Unisex-Tarife bei Versicherungen sollen für mehr Gerechtigkeit sorgen (schon seit dem 21. Dezember 2012). Es gibt keinen Unterschied bei den Geschlechtern. Teuer wird es für Männer bei der Alter- und Berufsunfähigkeitsvorsorge, für Frauen bei Risikoversicherungen. Von sinkenden Beiträgen ist nirgendwo die Rede.

Ende des Schornsteinfeger-Monopols. Hausbesitzer müssen nicht mehr den Bezirksschornsteinfeger nehmen. Der kommt jetzt nicht mehr automatisch. Aber: Für die Feuerstättenschau ist er weiter zuständig.

Den Behindertenausweis gibt es nun im Scheckkartenformat, in Englisch und mit Blindenschrift. Die alten Ausweise bleiben gültig, die neuen können beim Versorgungsamt beantragt werden.

Die elektronische Lohnsteuerkarte ist da. Arbeitgeber haben das ganze Jahr über Zeit, sich darauf umzustellen. Arbeitnehmer müssen die auf ihrer alten Lohnsteuerkarte eingetragenen Freibeträge (z.B. Pendlerpauschale) beim Finanzamt neu beantragen.

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