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Flugabwehrsystem für Dorsten

Dorsten. Mit einem unglaublichen Vorschlag hat Boris Benkhoff im Dorstener Rat für Aufregung gesorgt. Als Mitglied der „Die Partei feat. Die Linke“ forderte unter der Überschrift „Wehrhaftes Dorsten – zeitgemäße Kriegstüchtigkeit im traditionellen Gewand“ „den umgehenden Wiederaufbau der Stadtmauern und Grabenanlagen in einen historisch anmutenden und dabei zeitgemäßen militärisch nutzbaren Zustand“.

Die Bewaffnung müsse „höchsten Ansprüchen der modernen Kriegsführung dienen“ – beispielsweise mit Flugabwehrsystemen. Für den Aufbau von Mauer und Gräben solle das Einkaufszentrum Mercaden abgerissen werden, was aber den Großteil der Stadtbevölkerung mit dem Vorhaben versöhnen werde. Die CDU erkannte den Beitrag zwar als Satire, verstand aber keinen Spaß. Der Rat sei keine Satiresendung und auch kein Satiremagazin.

Die SPD empörte sich: „Dieser Antrag ist eine enorme Verharmlosung der Problemlage und erfreut allenfalls Putinknechte wie in der AfD.“ Der Rat zog sofort nach dem Beitrag die Reißleine, beschloss das Ende der Rednerliste und ließ keine Diskussion zu. Alles natürlich gegen die Stimmen von „Die Partei feat. Die Linke“.

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